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Stell dir doch einfach mal folgendes Szenario vor: Du stehst in einem engen Keller, es ist dunkel, die Bühne von Kunstnebel verhüllt, der die roten Lichter so fein in Szene setzt. Es ist sowieso schon schwierig, etwas davon auszumachen, was die Band da so treibt und dann hebt der Vollpfosten vor dir wirklich sein Smartphone, um zu filmen. Bitte? Mal völlig abgesehen davon, dass du dir jetzt noch weiter den Hals verrenken musst, was erwartet der Typ? 10 Klicks auf Youtube, weil sich keiner grizzlige Audioaufnahmen und verwackelte Bilder von rotem Licht anschauen will?  Auch auf die Gefahr hin wie ein verbitterter Soziopath zu klingen und sich die Hardcore-Szene eh längst lachend von ihren anti-kapitalistischen Idealen entfernt hat: Wer es nötig hat, während der Show sein Smartphone auszupacken, um zu checken, wer gerade seinen Facebook-Newsfeed mit bedeutungslosen Müll zukackt, gehört enterbt.

via.

Sponsored Video: EDEKA gone Hyper Hyper!

Manchmal fragt man sich doch beim ersten Sehen einer Werbung, was man gerade gesehen hat, diesmal hatte ich gerade das Erlebnis bei der aktuellen Kollaboration von EDEKA und H.P. Baxter. H.P. ist der Frontmann von Scooter, bekannt aus Funk und Fernsehen und seit fast 20 Jahren schon in den deutschen Charts festgewachsen mit eingängigem Autoscootertechno. Meine Musik ist es nicht, aber Tausende von anderen Menschen stehen halt drauf.

Egal ob man selbst etwas mit der Musik anfangen kann, ob man dabei ausflippt oder sich fremdschämt, so kennt und erkennt sie doch jeder. Auch aus diesem Grund brennt sich die neue „Hyper günstig einkaufen“ Werbekampagne definitiv in dein Gehirn ein.

Danach bist du versucht, das Megaphon einzupacken und damit bewaffnet beim nächsten Einkauf an die Fischtheke zu laufen und die -vermutlich danach verstörte- Fischfachverkäuferin anzubrüllen mit „HOW MUCH IS THE FISH!“

Mit freundlicher Unterstützung von Edeka.