Glaubenskonflikt
Die Hölle ist mir gewiss. Bei allem was ich gerade so denke und einem allwissendem Gott droben im Himmel und überall auf Erden zugleich bin ich ganz schön angeschissen. Aber zu meinem Glück bin ich ein gebildeter Atheist dem weder Himmel noch Hölle sorgen bereiten. Und so entgeht mir auch nicht die Ironie darin, dass ich, als Atheist, dem gläubigen katholischen Religionslehrer (in Scheidung lebend) die Hölle wünsche weil er sich seit meiner Trennung an meine abergläubische, esoterische Exfreundin ran schmeißt. Sollte er erfolgreich sein sollte es wohl nicht allzu lange dauern, bis die beiden das uneheliche Kind meiner Ex, die selber nicht weiß ob sie getauft wurde oder nicht, taufen lassen. So ist dem Kind das Seelenheil noch zugesichert und es kann sich über eine 1. heilige Kommunion freuen, die (so die Worte meiner Ex vor 3 Jahren) ein total sinnloses Ritual darstellt. Das ich dem ganzen nicht meinen Segen gebe ist ja wohl klar, aber danach fragt ja auch (Gott sei Dank) keiner, denn zu viele emotionale Dogmen stehen im Raum.
Das nenne ich mal einen ausgewachsenen Glaubenskonflikt. Müde grinsend mache ich mich also mit Blasmusik auf den Ohren, Wut im Herzen und Vendetta im Sinn auf in Richtung Hölle oder was auch immer auf mich wartet. So long, motherfuckers!