Zelten im Zoo

Manchmal dauern Dinge länger als gedacht – zwar habe ich den Artikel schon vor einiger Zeit geschrieben, aber veröffentlicht wird er, aus diversen WordPress-hasst-mich-Gründen, erst jetzt.

Erstmal vorneweg: Ich habe ja wohl die weltallertollsten Freunde der Welt! <3

Neben meinen ganzen anderen Ponygeburtstags- und Glitzerfreuden habe ich zu meinem Geburtstag im März auch einen Gutschein für das Erwachsenenzeltlager im Kölner Zoo geschenkt bekommen. Bisher wusste ich zwar nicht, dass es so etwas überhaupt gibt, aber ich durfte es ja dann freudequietschenderweise feststellen.

Letztes Wochenende war es dann so weit. Mit Isomatte (die ich mir organisiert wie ich bin auch schon am Abend vorher ausgeliehen hab), Schlafsack, Taschenlampe und Wechselklamotten ging es morgens früh zum Bahnhof und Richtung Zoo. Pünktlich, fünf Minuten vor der vereinbarten Zeit, stieß ich dann auf meine Mitzelter, die sich bereits vor dem Zoo versammelt hatten.

Nachdem wir unseren Kram beim Zeltplatz abgelegt hatten, begann die obligatorische Vorstellungsrunde. Wer bist du, wo kommst du her, was ist dein Lieblingstier. Da alle außer mir in Zweiergrüppchen dort waren, fingen die meisten Vorstellungen mit „Ich habe es von ihm/ihr geschenkt bekommen…“ und „Ich habe es ihm/ihr geschenkt…“ an. Lieblingstiere waren meist die üblichen großen Zootiere, mit jedoch erstaunlich vielen Tapirfans. Mit meinem Eichhörnchen und Faultier fiel ich dann doch ein wenig raus. Und damit, dass ich allein da war sowieso. Ehrlich gesagt war ich deswegen anfangs etwas skeptisch, aber da die Gruppe super war, fand ich relativ schnell nette Leute mit denen man reden und sich ein Zelt teilen konnte. Wir schliefen übrigens in 8-Mann-Pfadfinderzelten, was mich als bekennenden Heimschläfer zwar etwas nervös machte, was jedoch letztlich gar nicht so schlimm war wie gedacht.

Der Vormittag bis zum Essen bestand aus ein wenig Rumgelaufe, erzähle und der Herstellung von „Beschäftigungsfutter“ für Erdmännchen (Fruchtspieße an der Leine) und Waschbären (Pappdosen mit Stroh, Obst und Löchern). Bis dahin dachte ich noch, dass es wahrscheinlich nicht sehr viel mehr als eine etwas intensivere Zooführung werden würde. Nach dem Mittagessen ging es dann aber richtig los. Wir stellten noch einmal Beschäftigungsfutter, diesmal für Affen in Form von Flaschen mit Obst, Heu und Möhrenstopfen, her und durften irgendwann zu den Giraffen. Wir waren nicht nur oben auf dem Heuschober und konnten in den Käfig gucken, sondern bekamen auch Bananenstücke, um die Giraffen zu füttern. Ich sage nur: Man sind die riesig! Da beim meinem ersten Fütterversuch der Daumen meiner Fotobeauftragten vor der Kamera war, durfte ich noch mal füttern. Beim zweiten Mal kam mir die Giraffe jedoch auf einmal noch viel riesiger vor und versuchte die Banane mit ihrer Zunge zu fassen. Mit ihrer riesig langen Zunge! Zweimal ließ ich die Banane vor Schreck fallen, beim dritten Mal klappte es dann indem ich die Banane einfach auf die Zunge legte. Die Fotos dazu erspare ich euch, da vor lauter Rumgefuchtele kein schönes bei rumgekommen ist.

Wir durften auch von hinten an die Tiger dran und waren nur durch einen kleinen Zaun ca. 50 cm von ihnen getrennt. Man sind die fluffig, am liebsten hätte ich die Warnungen in den Wind geschlagen und versucht sie zu streicheln. Dran gekommen wäre ich auf jeden Fall und die kleinen sahen auch echt streichelbedürftig aus. Aber nein, kein Tigerfluff für mich. Auch den Hippos durften wir beim essen im Stall zugucken, nur durch einen Zaun mit dicken Stahlrohren getrennt und daher auch theoretisch direkt greifbar. Und wir waren direkt im Hippogehege, die Besucher auf der anderen Seite haben nicht schlecht geguckt.

Abends nach dem Grillen und nachdem ich hysterisch festgestellt habe, dass das Regenwaldhaus nachts von Schaben und handgroßen Spinnen übernommen wird, sind wir noch im dunklen ins Aquarium, wo es Tausendfüßler, Spinnen und eine Königspython zum streicheln gab. Die Python war genau meins, die Krabbler hab ich lieber den anderen überlassen. Halb eins sind wir dann aber auch „schon“ zum Zeltplatz zurück.

Am nächsten Morgen durften wir noch ins Elefantengehege und die Elefanten von ganz nah betrachten. Streicheln leider nicht, aber es war auch so super.

Theoretisch könnt ich immer weiter schreiben, wir waren auch im Futterhaus und durften leckere Pferdeschenkel und anderes totes Tier begutachten, waren eigentlich überall hinter den Kulissen, in der Nilpferdfilteranlage und und und… Es war einfach toll, ich kann es jedem empfehlen. Zu guter Letzt noch die beiden Dinge die mir seitdem dauerhaft im Kopf rumschwirren: Nilpferdpillen sind handflächengroß und können genau wie beim Menschen versagen und Enten sind sexbesessen.

Meine Kamera hat übrigens recht schnell den Geist aufgegeben, dementsprechend musste das iPhone einspringen. So, genug gelesen, jetzt dürft ihr Bilder gucken:

3 Antworten auf „Zelten im Zoo“

  1. Ich möchte einen Bug melden: Die Bilder öffnen sich nicht in der Lightbox und sind nicht blätterbar.

    Das ist eine Zumutung und ich möchte mein Geld zurück.

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