Der Eklat mit Éclat Germany

Sprinkle Facepalm

Der eine oder andere wird es mitbekommen haben, Éclat Germany befindet sich im Krieg gegen die deutsche Bloggerlandschaft. Nach einer Testaktion, bei der ausgewählte Blogger jeweils zwei ausgewählte Produktproben erhielten, ist dort so einiges schief gelaufen.

Scheinbar wurden die Produktproben nur mit Zahlen und ohne weiteres Anschreiben und Absender verschickt, worüber sich einige Blogger wohl etwas pikierten und dies entsprechend in ihren Produktberichten zum Ausdruck brachten. Ich selber habe davon nichts mitbekommen, wurde jedoch heute Morgen auf die offizielle Stellungnahme aufmerksam.

In dieser Stellungnahme (die mit “eclat Germany vs. Blogger” beginnt und dementsprechend schon äußerst “deeskalierend” beginnt), wird der ganze Streit breitgetratscht, Privatnachrichten und Mails zitiert und in den Kommentaren sogar mit Anwälten gedroht und Rassismus unterstellt (Zitat: “Rassismus mehr nicht, es ist Schade denn wir geben auch Leuten mit Migrationshintergrund die Chance… Einfach nur traurig…” und “Darauf hin haben wir nur geantwortet, dass es ggü. unseren Mitarbeitern eigentlich sehr rassistisch ist.”). Zusätzlich wurden Kommentare gelöscht und Leute blockiert. Unabhängig davon, was den eigentlichen Eklat letztendlich ausgelöst hat und wer, wie, wo und welche Schuld trägt, sollte man doch, gerade als Unternehmen, ein gewisses Maß an Professionalität wahren.

Eine Stellungnahme voller Rechtschreib- und Grammatikfehler, Angriffe und Unterstellungen gegen Blogger und Kommentatoren, Zunge-Rausteck-Smileys, Blocken und Löschen? Sorry, aber für mich klingt es tatsächlich, als wäre diese ganze Aktion reichlich unüberlegt, dass die Beiträge und Kommentare mit Vorgesetzten abgestimmt wären, würde mich wundern.

Auch ich schrieb einen kritischen Kommentar über die Stellungnahme an sich, den Umgang mit Bloggern und die Art und Weise wie persönliche Nachrichten veröffentlicht wurden. Als Antwort kam darauf nur “Anhänger bleiben Anhänger und beschützen ihre Blogger”. Daraufhin wollte ich antworten, konnte jedoch auf einmal nicht mehr kommentieren. Dann eben hier: Ich habe weder eine Ahnung, welche Blogger kritisch geschrieben haben, noch interessiert es mich, dementsprechend bin ich auch kein “Anhänger” dieser Blogger. Bei meinem Kommentar ging es darum aufzuzeigen, dass jegliche Professionalität verloren gegangen ist und man gerade als Unternehmen überlegen sollte, ob diese Art und Weise die richtige ist, um sich zu einer solchen Thematik zu äußern. Da ich ja nicht mehr kommentieren konnte, schrieb ich eine Nachricht, mit der Ankündigung, dass ich dann eben auf meinem Blog antworten würde, wenn ich keine Möglichkeit mehr bekommen würde, auf diese Unterstellung zu antworten. Zwischenzeitlich wurde der Kommentar seitens Éclat übrigens gelöscht und ich kann auch wieder kommentieren.

Unabhängig davon, wie Unternehmen mit Bloggern umgehen (schließlich müssen sie ja nicht mit ihnen zusammen arbeiten und ihnen überhaupt etwas anbieten), kann ich nicht verstehen, wie es immer noch Unternehmen geben kann, die dermaßen planlos an Social Media herangehen können, öffentlich pampig reagieren, Leute anprangern und kritische Kommentare löschen. Habt ihr noch immer nichts durch die bisherigen Shitstorms gelernt? Oder wollt ihr unbedingt euren eigenen kleinen Shitstorm um Traffic zu generieren? Man kann nun mal keinen unerfahrenen kleinen Praktikanten an solche Themen setzen. Ich persönlich fühle mich angegriffen wenn meine Kommentare gelöscht werden oder ich plötzlich nicht mehr kommentieren “darf”. Wenn ich etwas kritisch sehe, werde ich mich auch dementsprechend äußern, wenn mir die eine Plattform “untersagt” wird, dann eben auf einer anderen. Liebe Unternehmen: Lernt bitte, euch sachlich mit kritischen Kommentaren auseinander zu setzen, egal was ihr vlt. persönlich davon haltet. Überlegt wen ihr an eure Kanäle setzt und ob derjenige objektiv bleiben kann. Kommentare löschen und pampig antworten und sogar öffentlich gegen bestimmte Personen mit Anwälten drohen, wirkt alles andere als deeskalierend.

9 Antworten auf „Der Eklat mit Éclat Germany“

  1. Die besten Kommentare hat die Firma doch selber abgegeben:

    “Kindergarten eben, schade…”
    “Anfangs dachten wir sogar wirklich, L. Meissner hätte die Beiträge geschrieben, aber die Art von Rechtschreibung hat Frau Meissner noch nie unter Beweis gestellt.”
    “wir fühlten uns wie in einer schlechten TalkShow”

    Man kann es traurig finden und sich darüber aufregen, wie Blogger schlecht dargestellt werden. Aber ich denke, so unseriösen Bullshit wie diese Stellungnahme nehmen nur Leute ernst, die Bloggern eh egal sein können. Insofern kann man eigentlich auch drüber lachen.

  2. Blogger die in erster Linie nichts damit zu tun haben, sollten eher mal die Steine im Glashaus lassen. Es haben sich ca. 14 Blogger gefunden die nun untereinander meinen eine Hetzjagd zu betreiben. Mittlerweile lese ich nur noch das selbe… Und ihr bewirbt eure Blogge mit Unabhängigkeit!?

    Aus unsicheren Quellen habe ich erfahren, das es Blogger gibt, die eclat allerhand Beweise zur Verfügung stellen,, sowie alle Blogge mit verletzenden Inhalten preisgeben. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es diese Woche eine Massenabmahnung mit hohen Kosten geben wird.

    Ich gehe davon aus, das einige Blogger sich bald öffentlich entschuldigen werden.

    Dein Blog habe ich gerade an eclat weitergeleitet. Ich schäme mich für solche Blogger wie dich.

    Fühl du dich weiter angegriffen… Ihr versucht nur neue Leser zu gewinnen.

    1. Liebstes anonymes Bloggerlein: Erstens habe ich, wie bereits geschrieben, nichts mit den anderen Bloggern zu tun, zweitens habe ich éclat selber über meinen Artikel informiert, aber danke für deine Mühen.
      Keine Ahnung was der Rest geschrieben hat, aber hat es für dich nichts mit Unabhängigkeit zu tun, wenn man etwas einfach nicht gut findet und sich entsprechend äußert? Wenn mir etwas nicht passt, schreib ich halt drüber (wie auch schon vorher und unabhängig von éclat).
      Hättest du den Text richtig gelesen und verstanden, wüsstest du auch, dass es mir um den Umgang auf Facebook geht, was mit Pröbchen oder sonstigen Bloggern vorher war, ist mir relativ egal.
      By the Way Herzi, bevor du dich für andere Blogger und ihre “Blogge” schämst: Hilf dir selbst, lern Lesen und Schreiben <3

  3. FUCK YEAH! ABMAHNUNGEN! Mein Lieblingswort der letzten zwei Jahre, nicht das wir es bereits geschafft haben diverse Abmahnungen abzuwehren und dieser Artikel neutral gehalten ist und keine Seite darstellen soll außer die unserer Autorin. Nun bekommen wir bereits Drohungen von anonymen Trollen :D. Und entschuldigen wofür – wenn eine Abmahnung kommen sollte, wird eine Entschuldigung das letzte sein, was von uns kommt -, dass wir unsere Meinung zu einer unglücklich gelaufenen Promo kundtun an der wir von dritter unwissender Seite nur den öffentlich sichtbaren Verlauf mitbekommen? Wenn man sich auf SM Kanäle einlässt sollte man auch entsprechend auf die übliche Netiquette mit eben solchen Kanälen bekannt sein.

  4. meine persönliche Erfahrung mit eclat Germany: einen Duft bestellt, per Einzugsermächtigung vorausbezahlt, nichts angekommen. Nach 10 Tagen fing ich an, nachzufragen. Die Emails wurden ignoriert, die Hotline ist tot. Per Facebook kam die Antwort, die Ware sei unterwegs. Zwei Wochen später wieder nichts, also habe ich entsprechendes Kommentar bei Facebook gepostet, ganz sachlich, ohne Beleidigungen oder ähnliches. Nur geschildert und dass ich jetzt die Einzugsermächtigung bei der Bank kündige (was ich auch getan habe). Daraufhin wurde mein Kommentar sofort gelöscht und ich wurde blokiert.

    Also lassen Sie die Finger von dieser unseriösen Firma. Es kann sein, dass am Anfang noch Ware ausgeliefert wurde, um sich einen halbwegs guten Ruf zu schaffen, mittlerweile berichten immer mehr Leute davon, dass keine Ware ankommt.

  5. Und sie drohen weiterhin mit Anwälten und versuchen trotz umfassender Beweise einen als Lügner darzustellen, nur weil man mal eine wirklich kompetente Einschätzung der angeblichen Duft”zwillinge” (Zwilling suggeriert ebenbürtig zu sein, nur mal so am Rande) kundtut. Eine sehr unseriöse Firma. Bitte meldet euch bei mir, wenn ihr auch die Erfahrung gemacht habt und sagt mir, was euch passiert ist. Ich erwäge rechtlich dagegen vorzugehen.

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