Autor Archiv

WARUM DER SOMMER MANCHMAL STINKT oder EIN PAAR GRÜNDE UM SICH AUF DEN WINTER ZU FREUEN oder…

…im Sommer sitzen wir bei Grillabenden zusammen, die bis zum nächsten Morgen andauern.Wenn man sich dann das letzte Stück Fladenbrot mit Kräuterbutter bestreicht, und sich das Bier, dass man schon vor Stunden wegkippen wollte, noch hinunter würgt freut man sich des Lebens.
Wir gehen zum Clubben in die Stadt, und bleiben dann doch die ganze Nacht vor dem Kiosk neben dem Club stehen, weil wir uns eine Reisegruppe tierisch witziger Australier verquatscht haben, die nicht in den Club dürfen weil einige von ihnen ihre Ausweise vergessen haben. Wir befinden, dass das Bier hier eh billiger ist, und das Wetter viel zu geil ist um indoor party zu machen. Ausserdem ist die 19 jährige Schwester von Sean irgendwie heiß, obwohl sie ein bisschen lispelt.
Am Baggersee wird der Name Program, denn es steigen die coolsten Partys, und das kollektive Nacktschwimmen nachts um drei läutet zwar nicht das Ende der Party, aber für manchen die Sommergrippe ein.Im Sommer geht man gerne zu Fuß, ärgert sich nicht darüber das man kein Auto hat, sondern greift gerne mal zum Fahrad um von A nach B zu gelangen. Mancher fährt sogar völlig sinnlos in der Gegend herum, nennt das ganze Radtour und fühlt sich gesund. Im Sommer sitzen wir im Straßencafe rauchen, trinken Eiscafé oder Latte Machiatto, und fühlen uns dabei wie die fabelhafteste Amelié der Welt. Wir sitzen im Biergarten, trinken Bananenweizen, oder Becks Green Lemon und sind so erfrischt wie ein Citrus-Erfrischungstuch. Am Sommer gibt es zwar einiges zu meckern (wären wir Deutsche, wenn nicht?) aber natürlich auch vieles was für gut zu befinden ist. Da hätten wir: Sonne, Bikinis, Bier, Sonnenbrillen (sehen im Sommer deutlich weniger poserhaft aus), Eis am Stiel, kaltes Bier (schmeckt im Sommer immer am besten), Bikinis, Openairs und das wars. Viele Menschen sind Dadurch einfach so gut gelaunt das es Freude macht unter ihnen zu weilen, sogar auf der Arbeit (was wiederum auch stark vom Job und den Kollegen abhängig ist).Im Sommer neigen wir dazu alles viel zu positiv zu sehen, weil wir ganz offensichtlich diese Illusion vom “perfektem Sommer” brauchen, die Realität hat allerdings mehrere Seiten.
Im Sommer fahren wir nämlich mit der überfüllten Straßenbahn zum Grillabend, und kleben mit dem verschwitzem T-Shirt an genau der Stelle fest wo der dicke Grieche eine Haltestelle zuvor mit seiner blanken Kimme geschwitzt hat, und auf der Party verdrückt sich dann die Hälfte der Leute schon um halb fünf Morgens weil es schon wieder hell wird.


Dann ist es ist praktisch unmöglich irgenwo am See zu liegen, ohne das irgendwelche Säcke einem quer übers Handtuch laufen, wenn man Pech hat laufen sie einem in Sorgenfreier Sommerlaune auch über das Gesicht, das sich gerade darauf sonnt (das passiert selbstverständlich seltener, wenn man 2 Meter misst und auf dem Kleinwagen großen Bruskorb “Hardcore” tatowiert hat).Und dann bringt Coca-Cola jedes Jahr im Sommer eine neue eklige Sorte Fanta auf den Markt die, wie ich finde, immer nach Eistee mit Kohlensäure in verschiedenen Variationen, also überflüssig weil scheiße schmeckt.

Aber der Sommer in Deutschland dauert zum Glück ja auch mindestens ein halbes Jahr. Ab dem ersten warmen Tag im April spricht mancher schon vom Sommer, und Mitte Oktober will der eine oder andere immernoch nicht akzeptieren das der Herbst begonnen hat. Sicher gibt es diejenigen, die auf die Shemales unter den Jahreszeiten stehen, Romantiker die sich über Krokusse freuen, Menschen die aus der Großstadt aufs Land fahren um das Laub fallen zu sehen, irgendwelche Freaks, die Mauern im Herbstlicht fotografieren, weil sie dann viel deutlicher zu spüren sind, und so weiter und so fort… Aber im Grunde mögen die meisten Leute, die sich keinen Schiurlaub leisten können, oder als Kind Insektenspray geschnüffelt haben den Winter partout nicht. Schade eigentlich, denn ich freue mich seit jeher auf den Winter (vieleicht liegts am Insektenspray?)
Viele sehen den Winter als langweilige Partypause, eine Zeit die dazu bestimmt ist Pärchen gemütliche Abende vorm Kamin oder Fernseher zu beschehren, und verzogenen Gören zu ehren eines verstorbenen Vagabunden Geschenke in den Arsch zu schieben. Das ist aber nur zum Teil richtig. Es gibt nämlich einen mindestens einen großartigen Aspekt, den mancher oftmals durchs Schneetreiben hindurch nicht zu sehen vermag.
Im Winter steigen die härtesten Partys, gibt es die meisten Filmrisse, und auch ansonsten ist alles irgendwie krasser. Ist ja auch nachvollziehbar.
Der in Deutschland ansässige, zwichen 18 und 30 trinkt im Winter wesentlich mehr, was wohl auf die lang andauernde Dunkelheit, die damit verbundene niedrige Temperatur, und die daraus resultierende “Winterdepression” zurück zu führen ist. Die Leute sind nicht vom Aufstehen an irgendwie happy (Ok, ist auch im Sommer nicht zwingend die regel). Die Tage sind grau, die Menschen mies gelaunt, und kaum ein Sonnenstrahl vermag uns ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Natürlicher Weise versucht sich dann ein jeder irgendwie bei Laune zu halten, und was ist ein besserer Stimmungsmacher als Wein, Weib und Gesang, beziehungsweise Drogen jeder Form und Farbe, scharfe Mädels, die sich dem Wetter trotzend in knappe Kostüme zwängen (diese Opferbereitschaft ist so wunderschön, dass ich manchmal heulen könnte vor Glück), und Musik die einen startenden Jet übertönen könnte.
Auf den Punkt gebracht heißt das: Wir setzen alles daran zu feiern wie die Wilden, um auf die feindseelige Umwelt klar zu kommen. Sicher war das auch der Grund warum die Germanen gesoffen haben bis sie sich eingeschissen haben. Wer in diesen Breitengraden überwintern will braucht ein hochprozentiges Hobby.
Aber das ist natürlich nicht der einzige Grund dafür warum wir im Winter rocken wie die Wildsäue. Zu wärmeren Jahreszeiten wird jedes Fleckchen Grün, jeder Vorplatz, jeder Park zur angemessenen Location, solange sich fünf oder sechs Leute, was zum Trinken und eventuel eine Gitarre finden lassen (und die Bullen einem natürlich keinen Strich durch die Rechnung machen).
Im Winter sieht das schon anders aus. Biergärten haben geschlossen, wer im Park säuft ist höchstwarscheinlich Alkoholiker, und auf Vorplätzen wird man warscheinlich eher überfallen als zu nem Joint eingeladen. Also Rottet man sich zusammen, und viele Leute auf engem Raum, beziehungsweise in engen Räumen feriern einfach besser. Im Sommer feiern wir Openairs, im Winter Openends. Kneipen sind hoffnungslos überlaufen, in WGs stapeln sich die Partyleichen, und in den Clubs herrschen Temperaturen, für die man im August nach Südspanien reisen müsste. Es ist sensationell und ich liebe es. Ende Oktober fängt es meistens an, an Halloween platzen die Clubs aus allen Näten, und die meisten Wohnungsbesitzer starten den Versuch Mottopartys zu schmeissen. Ab jetzt werden Anlässe gesucht um zu feiern, denn wärend man sich im Sommer einfach traf, und sich das treffen einiger Weniger nach und nach zum Fest entwickelte, plant der Gastgeber jetzt umso mehr, sucht Mottos, läd ein und setzt nicht mehr darauf dass sich seine Party rumspricht. Und die Kostüme der Frauen lassen keine wünsche offen… Ob zu Haloween, zur Motoparty, Weihnachten oder zum Karneval: Aus Zombie, Schneewitchen und Minni Maus werden Zombie-Bitch, Schneeflitchen, und Minni-Minni Maus (an dieser Stelle stände jetzt was passendes über diese ultra knappen Weihnachtsfrau Köstüme wenn mir der passende Begriff eingefallen wäre). Man kann sich fantastisch darüber auslassen, vorallem wenn man Pseudogeselschaftskritiker oder eine hässliche Frau ist, aber es ist (meistens) eine Augenweide. Klar, im Sommer sind Frauen meistens knapp angezogen (Bikinis, Bikinis, Minniröcke, Bikinis!), aber mir persönlich wird an kühlen Tagen meistens erst bewußt wie knapp bemessen der Hauch von Stoff tatsächlich ist. Der Kontrast bringts einfach. Ja, in diesem Thema kann man sich wirklich verlieren, also weiter im Text.
Nicht zu vergessen ist natürlich die Neujahrfeier, die so gut durchdacht, geplannt, und angegangen werden kann wie Menschen möglich, in den meisten Fällen ist es schlußendlich en ein bedröhntes Durcheinander feierwütiger, planloser Menschen, die zu allem bereit sind wenn sie nur das Jahr irgendwie stimmungsvoll zuende bringen können. Und genau das macht Silvester einfach großartig, so beschissen es auch jedes Jahr läuft.
Party technisch ist der Winter also das Rock am Ring der Jahreszeiten. Aber dass sind nur einige positive Aspekte.

Ich selber bin, wie ein erschreckend großer Teil der westlichen Welt nicht gerade schmal gebaut (Nicht fett, aber dick genug, um im Unterhemd nicht cool, sondern asi auzusehen). Im Winter lässt sich das ausgezeichnet mit einem Kaputzenpuli verstecken, und kneift mir jemand in die Seite lässt sich der handfeste Beweis für ausgewogene Ernährung (Bier und Tiefkühlpizza) mit einem Grinsen und den Worten “mein Winterspeck” relativieren. Trage ich bei 30° im Sommer nen schwarzen Kapuzenpuli, und argumentiere mit “Sommerspeckt” und nem verschwitzen Grinsen habe ich schneller verloren als ich mich umziehen kann. Und auch diese abgefuckten Sportfanatiker, die sich Freunde schimpfen nerven einen zu kälteren Jahreszeiten seltener damit, mal mit ihnen “ne runde Joggen zu gehen”, da sie lieber mit ihrer Freundin Zuhause vorm Fernseher sitzen und sich über ihren Winterspeck ärgern, und cool aussehen wenn sie Unterhemd tragen. Einfach alles ist im Winter genauer betrachtet perfekt zum trinken, feiern, und Spaß haben. Es ist die Sturm und Drang Epoch der Jahrezeiten, Gediegenheit und Gelassenheit weichen dem ungebändigtem Bedürfniss Spaß und Freude zu konsumieren. Man sollte diese langen Nächte also nutzen, und gehörig die Sau raus lassen, solange man noch kann, denn spätestens ab dem ersten warmen April tag ists ja schon wieder vorbei.

(Alle Rechtschreibfehler sind beabsichtigt, und dienen der Unterhaltung der Klugscheißer und Besserwisser unter euch)

Happy birthday (whoever)

http://www.vimeo.com/3853489

Einfach nur geil!

Aus aktuellem Anlaß.

Ich schätze mich selbst als friedliebende, gewaltverneinende und überlegt handelde Person ein, aber es gibt hin und wieder Momente, da wünsche ich mir sehnlichst halb nackt und angemalt mit einem riesen großen Breitschwert bewaffnet wärend eines Orkanes einen grünen Hügel hinab zu stürmen und jeden Menschen nieder zu mähen der mir in die Quere kommt… Das ist dann die Musik die ich dabei im Kopf habe.

Vieleicht ists der Schotte in mir…

Es ist…

…zu schwül für Sex, zu kühl fürn See, kein Gelb für Bier da, zu unter der Woche für Party, kein Film da den man schauen könnte, zu früh zum Schlafen und zu spät um was Sinnvolles anzufangen, zu wenig Essen zum essen im Kühlschrank, zu wenig Lust zum Aufräumen, zu sinnlos ein 2. Mal zu Duschen, zu frustrierend nach einem neuen Job zu suchen und zu wenig los um etwas Gutes zu schreiben?

Dann doch einfach mal dass Internet anmachen, nach Musikvideos gucken und so tuen als wäre das ohnehin der Tagesplan gewesen.

YouTube Preview Image

(Scheiß auf die Band und die Musik und das ganze Video, aber dieser Schlagzeuger lässt mich einfach nicht mehr los…)

Kleines edit: Fliegen jagen ist ganz groß im Rennen!

Ohne Worte

YouTube Preview Image

Naja,  so ganz ohne kann ich auch nicht…

:-)

Welch wohlige Wärme umhüllt mich wenn ich Draußen in der Sonne, Drinnen vor dem Ventilator oder in einer Badewanne voll Eis hänge. Nichts geht mehr. Ich könnte  drei Mal täglich das T-shirt wechseln und das Ergebniss wäre das Gleiche. Ich hab das Gefühl dass ich, wenn ich das T-Shirt  weglasse, meine Haut bis zur Unbenutzbarkeit durchschwitze und ich bin, offen gestanden, froh drum. Jede freie Minute hänge ich am See, an jeder Tankstelle halte ich an um mir ein Fruchteis zu gönnen und Mittags um zwei Uhr wird das erste eigekühlte Bier aufgemacht ( Jop, grade hat es das erste Mal “zisch” gemacht) Die Tage fließen dahin wie warmer Honig und die Straßen riechen nach Blumen, gegrilltem Bauchspeck und  Sonnenmilch. Die Unternehmungslust der Freunde läßt bei (tatsächlichen) 40 Grad zwar auffällig nach, aber was brauche ich Freunde wenn ich 40 Grad hab? Um den Tag als “Perfekt!” im Kalender abzuhaken reicht mir doch ne Kühlbox mit meinem Lieblingsbier, der Baggersee, meine Freundin und gute Musik:

YouTube Preview Image

sch***Land

Soeben hat Hasencore mir mitgeteilt das ich PoliFunk bin und deswegen die Option habe u.A. einen Artikel zu schreiben. Wenn das nicht mal n Anlass ist, dann hab ich auch noch einen Anderen:

Am Samstag den 03.07.2010 war in Bonn, der Perle des Rheins, die R(h)einkultur. Für alle die R(h)einkultur nicht kennen hier eine kleine Beschreibung: Die R(h)einkultur ist ein kostenloses einen Tag andauerndes Openair Festival, das neben einigen “Headlinern” (in den letzten Jahren waren es u.A. Fanta4, Farin Urlaub, The Darkness, Flogging Molly u.v.m.) viele aufstrebende Bands präsentiert. Durchschnittlich zieht dieses kleine Festival bei Sonne oder Regen c.a. 200.000-300.000 Menschen an.

Seit 2003 bin ich eigentlich jedes Jahr da gewesen und habe auch immer Spaß gehabt, dieses Jahr leider nicht ganz. Das Lineup war (in meinen Augen) schlecht gewählt, aber das war es auch zuvor schon oft gewesen. Dieses Jahr spielte zur gleichen Zeit Deutschland gegen Argentinien, was ja an sich kein Problem darstellen sollte. 3  Public Viewing  Points wurden eingerichtet, um für 2 Stunden den Leuten die Möglichkeit zu bieten Fußball schauen zu können, mich interessierte das Spiel eher weniger. Viel mehr interessierte es mich das nach Anbruch des Regens und Ende der 1. Halbzeit nahezu die ganze R(h)einkultur leergefegt war. Die R(h)einkultur hatte dieses Jahr ein Rekordtief von 60.000 Besuchern. Einfach schade.  Ein Rekordhoch kann dieses Jahr “Dumme-Arschlöcher-Köln-Bonn e.V.” verzeichenen, die eine wahnsinns Mitgliederzulauf haben. Ok. Wenn man sich vor einen Haufen versoffenen Punks und Autonomen aufbaut die grade ihre “NIE! NIE! NIE WIEDER DEUTSCHLAND!”  Leier ablassen und lautstark behauptet Deutschland sei die größte Nation der Welt kann man nicht darauf bauen dass in dem Moment ein Verständnis für Ironie und Humor vorhanden ist. Das war mein Fehler, und die kleine Rangelei hätte ich durch Nachdenken vermeiden können

Aber von ein paar Dutzend Männern gestanden Alters , von Kopf bis Fuß in Deutschen Landesfarben gehüllt, erwartet man ein wenig mehr Toleranz (naja wenn ich den letzten Satz so lese bin ich mir da auch nicht mehr so sicher…) oder zumindest nicht derbste Pöbeleien und eine “Nahe-Zu-Schlägerei” weil man sich als “Nicht-Deutschland” Fan “outet”. So sieht es nämlich aus in Deutschland. Neben den vielen friedlichen und fröhlichen Fans die man im Fernsehen sieht gibts auch die 1. Klasse Wichser die so gar nicht verstehen könne das man die Deutschen 11 nicht supportet.  Es gibt auch die Nachbarn die einem zwischen den aufgemalten Fahnen  grimmige Blicke zuwerfen und behaupten ” Das ist ein deutsches Haus!”. Und nein, das sind keine Nazis, und ja Arschlöcher gibts auch sonst. Nichts desto trotz kotzt mich dieser “Yeah-Deutschland”-Trend durchaus an, denn vom “Sommermärchen” 2006 spüre ich nicht mehr alzu viel, dafür aber wesentlich mehr “Deutschland Deutschland über alles” und das geht mir gehörig auf den SACK!

YouTube Preview Image

Oldschool

Da setze ich doch einfach mal nen Klassiker hinterher

YouTube Preview Image

„Solange die dicke Frau noch singt, ist die Oper noch nicht zu Ende…“

Diverses

Suche

Kontrollstation

Quickies

Fanclub

Flickr


Last.fm