Beerly WTF: “The order of Oni” Bier


Die ganzen Craftbier Geschichten nehmen manchmal tatsächlich absurde Züge an. Zum einem gibt es kleine Brauereien die mit guten Ideen, tollen Designs und vermutlich auch grandiosen Bieren (Bogk Bier, Brewcifer, Hops Hysteria uvm. von denen ich leider bisher es noch immer nicht geschafft habe ein Bier zu ergattern) zum anderen gibt es die Big Player im Business wie z.B. Bitburger und Beck’s die versuchen mit placebomäßigen Craftbieren mit zu halten. Beck’s war sich wenigstens mit seinem üblichen sachten Geschmack auch bei den Spezialeditionen treu geblieben und die Bitburger Brauerei hat gefühlt mit Ihrer Serie noch immer keinen Durchbruch geschafft.

Aber nun in ab ins Absurdistan der Craftbrauereien:

Um aus einem Malzzuckerlösung ein prickelndes Getränk zu brauchen benötigen wir Hefen und je nach Bierstil nette kleine Bakterien. Normalerweise sind die Hefen aus der Luft in den Gärkellern der Brauerei oder der Stoff klebt an einem Paddel mit denen man die Urmaische angeschwungen hat. Das man Hefen heute entsprechend züchtet um einen bestimmten Geschmack und Alkoholgehalt zu erhalten sollte wohl bekannt sein. Soll das Bier einen sauren Geschmack erhalten gibt man in Ländern ohne Reinheitsgebot auch gerne mal Milchbakterien hinzu, ähnlich wie beim bekannten Sauerkraut wird durch die Milchsäure ein bestimmter Geschmack erzielt die üblichen bekannt dieser Art von Bier sind die Gose, Lambic und z.b. die bekannte Berliner Weiße (hier ein guter Artikel über drei bekanntere Milchsauerbiere aus Deutschland) .
Aktuell läuft auf Indigogo eine Kampagne von Order of Oni bei der eine Würze mit einer Hefe und den vaginalen Milchsäurebakterien einer lebenden Frau vermischt werden soll und zu einem dunklen Stout vergärt werden soll.

Ich weiß ja nicht so recht, zum einem habe ich seit langen keinen so bekloppten Werbetext mehr gelesen zum anderen finde ich die Idee recht interessant wenn doch sehr absurd.
Das ganze macht erinnert mich ein wenig an ein bestimmtes Filmchen aus dem Internexxxtz mit einer Champagnerflasche.
Da ich jedoch bereits Bier mit wilden Hefen aus dem Bart eines der Braumeister von Rogue getrunken habe, würde ich wahrscheinlich auch nicht vor diesem Bier zurückschrecken.

Zwei Fragen habe ich jedoch aus rein privaten Interesse, würde sich der Geschmack mit der Haarfarbe der Dame ändern und wie lange dürfte die Dame vor der Entnahme der Bakterien keinen Sex mehr haben?

Was haltet ihr von solchen Bieren ?

Das Einsteigerset von Gasprofi24.de

Bild: Grillset für Einsteiger von GasProfi24.de

Hin und wieder findet man auch nützliche Angebote in den Mails die an die Blogs gehen. So wie zuletzt, als man mir angeboten hat das aktuelle Einsteigerset von GasProfi24 auszuprobieren. Ich bin zwar kein Einsteiger mehr am Grill, aber man kennt es ja Grillzubehör kann man nie genug haben.

Vermutlich kennt von euch jeder diesen silbernen Grillkoffer des Schreckens, der überall angeboten wird als das perfekte Starterset für den zukünftigen Grillmeister. Um ehrlich zu sein, mit den dort investierten 20 EUR, könnt ihr genauso gut auch den Anzündkamin anfeuern oder Geld direkt in dieses vernünftige Set investieren. Das Grillset des Grauens besteht aus verzinkten Metall, hat scharfe Kanten und die Spieße haben innen drin Kunststoff die sich bei Hitze gerne mal verflüssigen.

Daher auch meine Empfehlung an dieses Einsteigerset von GasProfi24 welches ich euch hier vorstelle, es gibt euch eine ausgewogene Erstausrüstung wenn man in die Welt des Grillen abseits von den üblichen Kotletts und Würtschen erkunden will.

Folgendes beinhaltet das Set, leider konnte ich bisher noch nicht alle Dinge ausprobieren, da auf dem Grillplan akutell andere Dinge standen.

  • 1x Grillzange von Napoleon

Die Napoleon Sachen sind von der Qualität und Verarbeitung echte Spitze, keine scharfen Kanten und alles aus Edelstahl sauber vearbeitet. Die Zange hat einen einfachen Zugverschluss und ist lang genug um das Grillgut ordentlich zu packen ohne sich dabei zu verbrennen.

  • 1x Grillbürste von Napoleon

Sieht komisch aus, fühlt sich beim ersten Greifen auch noch komisch an, wenn man andere Grillbürsten gewohnt ist. jedoch erfüllt seinen Zweck hervorragend und hat einen großen Vorteil gegenüber der Holzbürste aus dem Baumarkt oder vom anderen Hersteller mit dem W, durch die leicht gebogene Form kommt die Hand dem Grillrost nicht zu nah und man hat weniger die Gefahr seine Hände zu verbrennen sollte man mal keinen Handschuh tragen. Die Griffmulden erleichtern einem ein ordentliches zupacken und bürsten wenn ihr mal wieder etwas zu Kohle verwandelt habt.

  • 6x Edelstahl-Grillspieße von Napoleon

Die Spieße kann ich auch ohne Bedenken empfehlen, was mir besonders gefallen hat ist der kleine Metallschieber am Ende der Spieße mit dem sich relativ leicht das Fleisch/Gemüse vom Spieß befördern lässt ohne den Tischnachbar abzuschießen.

  • 1x Rub von Don Marco’s

In meinem Paket war die Sorte “Don Marco´s Dry Rub Chipotle Butter & Dip Seasoning” leider muss ich sagen das ich hiervon bereits zwei Tüten daheim habe, weil diese einfach viel zu schnell hier verbraucht wird was an sich ja auch wieder nur für den Rub spricht. Mit Butter angerührt ein wahr gewordener Traum für jedes Sandwich.

  • 1x Salzplanke von Don Marco’s

Leider hatte ich bisher noch keine Idee was ich mit der Salzplanke von Don Marco machen kann, ich denke das wird sich bald ändern sobald ich ein schönes Steak hier habe.

  • 1x Sauce von Stubb’s

BBQ Saucen sind eine Geschmackssache, ich selbst nutze selten weitere Soßen für meine Gerichte, da ich auch kein großer Fan von Soßen im generellen bin, normalerweise mische ich die Soßen mit ein wenig Apfelsaft Essig oder Saft und nehme diese dann als eine Grundlage für Injektionen im Pulled Pork.

  • 1x Grillschürze von Napoleon (solange der Vorrat reicht)

Grillschürzen kann man NIE genug haben! Eigentlich sollte man eine Schürze für jeden Tag der Woche besitzen. Nein im Ernst, hiermit seht ihr selbst als Newbie am Grill professionell am Grill aus und tausendmal besser als mit Schürzen die ihr von den “lustigen” Freunden und Familienmitgliedern geschenkt bekommt.

Budapest eine zwiegespaltene Stadt

Budapest ist in vielerlei Hinsicht eine Stadt mit einer gespaltenen Persönlichkeit, zum einem das offensichtliche mit Buda die bergige Seite Budapests mit den gut erhaltenen Gebäuden und den alten Thermalbädern. Pest hingegen ist flach doch keinesfalls langweilig. Die jüdische Viertel zum Beispiel floriert, überall gibt es kleine Geschäfte, Restaurants und Bars. Die Gentrifizierung greift jedoch auch hier um sich. Jede Seite hat also seinen eigenen Reiz und einen vollkommen unterschiedlichen Charme. Während unseres 5 tägigen Trips dieses Jahr konnten wir vielen Eindrücke sammeln, haben uns die Füsse blutig gelaufen, Unmengen an wahrhaft fantastischen Bier getrunken und genauso tolle Speisen gegessen.

Vorallen sollten Craftbeer Freund sich die Stadt definitiv mal anschauen, da es unheimlich viele kleine Bars dutzende nationale und internationale Biere zu vernüftigen Preisen anbieten.

Caro hat auch was zu Budapest geschrieben und noch mehr Bilder.

Folgende Orte solltet ihr definitv in Budapest besuchen:

 

Aldi Fleisch, kann man mal machen…

Aufgrund von Zeitmangel und zugegebenermaßen auch einem kleinen finanziellen Engpass, musste ich diese Woche auf Discounterfleisch zurückgreifen.

Was gab es ?

Rumpsteak + Rib Eye vom irischen Rind aus der Kühltheke vom Aldi.

Das Fleisch sah in seiner eingeschweißten Verpackung gut aus, leider waren die Stücke nicht sonderlich dick, jedoch hatte das Rumpsteak schön gelbes Fett. Die beiden Fleischstücke wurden wie es sich gehört während der Anzündphase bereits zum temperieren aus dem Kühlschrank genommen.
Während das Fleisch sich erwärmte, verbrachte ich damit 2 Anzündkamine durchzuglühen, den Grill sauber zu machen und mein Barbequer Rost vom Flugrost zu befreien. Die Kohle kam in den Grill, das abgebürstete und geölte Rost auf den Grill und schon fing es an zu qualmen. Im übrigen nutze ich zum ersten mal die Briketts vom Aldi, diese rauchten relativ wenig – zu mindestens weniger als die letzen zwei Säcke ProFagus Kohle die ich bisher dieses Jahr hatte.

Als Beilage gab es ganz simpel kleine Bratkartoffeln mit Knoblauch und Rosmarin.

Urbanes Grillen mit der Kohle-Manufaktur

Es war ein Grillfest inmitten der Kölner Innenstadt, im Hinterhof der Counterpart Agentur trafen wir diese Woche auf Don Caruso BBQ, der im Rahmen der neu erscheinenden rauchfreien Kohle der Kohle-Manufaktur seine Künste am Grill zur Schau stellen konnte.

Der Hauptstar neben dem zubereiteten Fleisch war definitiv die Kohle. Diese lässt sich sehr einfach, schnell und vor allem vollkommen rauchfrei anzünden. Dementsprechend konnten wir auch im Hinterhof die Kohle ohne große Schwierigkeiten oder Probleme mit den Nachbarn anzünden. Die Kohle-Manufaktur vertreibt passend zur Kohle auch ihre eigenen Anzünder aus Bioethanol.
Die Briketts selbst bestehen aus wiederaufbereiteter Aktivkohle mit welcher vollkommen geschmacksneutral gegrillt werden kann. Die Kohle hatte nach 4,5 Stunden jedenfalls noch genug Hitze um locker noch das eine oder andere Nackensteak gar zu bekommen. Beim Einstürzen aus dem Anzündkamins stellten wir auch fest, dass die Kohle beim umstürzen sehr wenig Funken produziert.

Wie man merkt, bin ich ziemlich begeistert von der Kohle und kann diese nur wärmstens empfehlen.

Auch anwendend waren die Jungs von: 0815BBQ, Pogge grillt, Onkel Kethe, NiederrheinBBQ, Bacon zum Steak, Vikings BBQ Team, Soubs for Noobs und das Mädel von Gingerism.
Hier noch ein paar Eindrücke von dem, was es alles feines zu essen gab.

Ein Lager für Bier – das Bierlager Köln

 

In Köln tut sich was. Genauer gesagt in der Bonner Straße tut sich kulinarisch aktuell richtig viel, denn abgesehen von den Platzhirschen der Fetten Kuh und der Kafferösterei Ernst, hat sich nun ein Dritter dort angesiedelt um den eklatanten Mangel an Craftbeer in Köln zu bekämpfen. Direkt neben dem irgendwann zweiten Laden von den Pizzabäckern von 485°C, wird Kai Boecker seinen Laden am Samstag eröffnen.

Bisher gab es Craftbeer nur in ausgewählten Büdchen oder in einem der besseren Burgerläden Kölns. Kai Boecker möchte diesem ein Ende setzen und eröffnet diesen Samstag, den 18.07.15 um 16h, den ersten auf Craftbeer spezialisierten Laden in Köln. Dank Martin von der Fetten Kuh, der uns freundlicherweise eine Einladung zum Pre-Opening organisierte, konnten Caro (ihr Bericht) und ich vorab mit anderen geladen Gästen bereits die ein oder anderen IPAs, Stouts und Sauerbiere probieren.

Ich muss zugegeben, dafür dass Kai ursprünglich Banker war, hat er alles richtig gemacht. Das Sortiment geht über die „Standard“-IPAs wie das Sierra Nevada über diverse europäische Kleinstbrauereien bis hin zu einer kleinen Kölner Offenbarung namens Pfefferkørner White. Das Bier ist eine Collabo zwischen den Kölner Kampott Pfefferexperten von Hennes Finest und der Freigeist Bierkultur Brauerei. Es ist eines der Biere was mal wieder zeigt, wie vielfältig Bier sein kann, sobald man mal von den ausgetretenen Pfaden des deutschen Reinheitsgebotes weggeht.

Wir wünschen dem ganzen Team vom Bierlager viel Erfolg bei ihrer Mission, dem Kölner etwas andere Biere, außer dem bereits geliebten Kölsch, nahezubringen und sind auf die weitere Entwicklung der neuen Foodmeile Bonnerstraße gespannt.

Da Bilder meistens mehr als tausend Worte sagen, hier ein paar Impressionen: