Warum ich aufgehört habe zu bloggen und warum ich das hier schreibe.

Lange Zeit habe ich versucht aus Hasencore etwas großes zu machen, einen Lifestyleblog, einen BBQ Blog, ein Magazin  jedes mal bin ich damit auf die Schnauze gefallen. Agenturen buchen mich nicht mehr für bezahlte Beiträge (welche ich immer mit Bedacht ausgewählt habe). Doch eigentlich  war Hasencore immer mehr als ich  eigentlich wissen wollte. Es war ein Ventil. Meinen Hass gegen alles und  jeden niederzuschreiben. Es war ein Ventil über Liz zu schreiben über die ganzen Exfreundinnnen mit denen ich mein Leben langsam aber sicher zerstört habe. Nicht das ich diese Frauen bis heute liebe aber ich habe das Ventil für meinen Frust nicht mehr gefunden… wollte es monetisieren. Das Schreiben hier ist eine Flucht evtl. eine Flucht vor mir selbst evtl. eine Flucht vor allem.

Ich liebe zu sehr.

Vielleicht war das ein Fehler, der traurige Mann schreibt mehr und besser. Ich brauche das Drama um schreiben zu können. Ich brauche den Schmerz um produktiv zu sein. Ich brauche euch.

Ist schlussendlich aber auch vollkommen egal, denn die paar Leser die dabei sind (und ja ich weiß das Arbeitskollegen mitlesen) ist eigentlich das Ventil was ich finden nur wieder finden wollte. Dementsprechend wenn der werte Leser hierhin gekommen ist um tolle BBQ Rezepte, Spiel u.o. Bier Rezensionen zu lesen dann seid ihr vielleicht richtig. Aber eigentlich ist dieser Blog meine persönliche Einöde. Denn ich möchte nicht von diesem Planeten gehen und sagen  ich habe nichts geschaffen.

Dementsprechend wird dieser Blog in 2016 endlich MEIN Blog werden. Keine Koautoren. Vlt. Gastbeiträge oder ein Gastbetrag, aber das hier ist meine Spielwiese, mein Gefängnis, meine Freiheit.

Hasencore  lebt.

Von diesem und jenen.

“Fashionblogs sind entstanden, weil die Leute einen legitimen Grund brauchten um ständig Fotos von sich selbst zu veröffentlichen. Wenn man das einfach so macht, weil man sich und seinen Geschmack schön findet – wenn man sich vor allem schön findet – dann finden das die Leute scheisse, weil die meisten Leute scheisse aussehen. Aber wenn man sagt, “ich bin mutig, ich benutze meine Fresse als Vorzeigebild für Mode, die ihr euch dann anschauen und gegebenenfalls kaufen könnt”, dann hat man seinen narzisstischen Arsch gerettet, dann ist das plötzlich völlig in Ordnung, eine ganze Generation, die unglaublich gut aussieht, sich auf sich selbst einen runterholt und keinerlei Furcht vor Vorwürfen haben muss.” sara

/b

Aber Aufmerksamkeit ist heilsam. Jemand, der sich deine Scheisse anhört und sich die Mühe macht, ein “OP is a fag” einzutrippen. Das Internet, Puff für die Seele. Man bezahlt eine monatliche Pauschale an seinen Provider und schon hat man endlosen Zugang zu Aufmerksamkeit/Unbefangenheit. Ich bin hässlich, dick, faul, ich hasse mich, ich habe keine Freunde, aber immerhin kann ich all diese Dinge auf einer kollektiven Müllhalde abladen, und irgendwer, und sei es nur auf /b/, irgendwer wird sich schon dafür interessieren und mir eine Millisekunde Aufmerksamkeit schenken. Und vielleicht bringen sie sich dann alle doch nicht um, weil diese menschliche Gestik mehr Wert war als eine verschreibungspflichtige Pille.

Sara