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	<title>Hasencore &#187; Splitterwelt</title>
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	<description>Eigentlich sind wir Einhörner, aber niemanden verraten.</description>
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		<title>Lass mich nicht allein</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 23:36:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Costella</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Splitterwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Grunde geht es mir gut. Besser als anderen. Vielleicht auch besser als den meisten. Trotzdem mecker und klage ich den lieben langen Tag über Kleinigkeiten. Die einen puste ich zu überdimensionalen Aufregern auf, um sie am Ende des Tages wie eine Seifenblase platzen zu lassen. Andere verschwinden schnell wieder in der Versenkung des Alltagabgrunds,<a class="right" href="http://www.hasencore.de/2011/11/01/lass-mich-nicht-allein/"> <br/> ...Gib  mir den Rest...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hasencore.de/2011/11/01/lass-mich-nicht-allein/unbenannt-3/" rel="attachment wp-att-4653"><img src="http://www.hasencore.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/Unbenannt-3.jpg" alt="Unbenannt 3 Lass mich nicht allein" title="Unbenannt-3" width="640" height="420" class="aligncenter size-full wp-image-4653" /></a></p>
<p>Im Grunde geht es mir gut. Besser als anderen. Vielleicht auch besser als den meisten. Trotzdem mecker und klage ich den lieben langen Tag über Kleinigkeiten. Die einen puste ich zu überdimensionalen Aufregern auf, um sie am Ende des Tages wie eine Seifenblase platzen zu lassen. Andere verschwinden schnell wieder in der Versenkung des Alltagabgrunds, aber immerhin mit einem Check-Häckchen dran, sodass man weiß, sich auch mal darüber aufgeregt zu haben. Aber dann kommen die Momente, in denen solche Kleinigkeiten in den Hintergrund rücken und ich mich schäme, mich mit solchen Lächerlichkeiten aufgehalten zu haben. Immer dann wenn ich dich besuche.</p>
<p>Es sind schwere und ermüdenden Schritte, die mich zu Dir bringen. Jede Bewegung schmerzt innerlich, einen Fuß vor den anderen zu setzen kostet mich Überwindung und es zerfetzt mir mit jedem Zentimeter immer wieder ein Stückchen mehr vom Herz. Doch auch wenn es weh tut, ich komme jede Woche mit Blumen bei Dir vorbei.</p>
<p>Die Sonne am Himmel versteckt sich hinter dicken Wolkendecken sobald ich mich auf den Weg zu Dir mache und ich rede mir ein, dass Du die Wolken einfach vor die Sonne geschoben hast, um mir Deckung zu geben, und damit Du nicht siehst wie ich traurig durch die Straßen taumel. Es sind 23 Minuten die uns von einander trennen. Von mir bis zu dem Ort an dem Du jetzt wohnst. Hinter der der kleinen Kapelle am Stadtrand, abgelegen und versteckt hinter einer großen Mauer. </p>
<p>Wenn ich bei dir bin, hole ich jedes Mal tief Luft, schließe die Augen und lasse mich für einen Moment in die Vergangenheit katapultieren. Zu dem Tag im Mai 2008, als das Leben uns ordentlich auf&#8217;s Maul haute, uns stolpern und schließlich fallen lies. Zu dem schlimmsten Tag meines Lebens. Zu dem Tag, als ich dir beim sterben zusah. </p>
<p>Auch wenn es bald vier Jahre her ist, versuche ich dich in meinen Träumen immer noch zu retten. Dich zu warnen, dass das weiße Licht nur ein trügerischer Schein ist und dahinter keinesfalls das Glück auf dich wartet. Du wirst dort nichts finden was Du dir wünschst. Oder will ich einfach nicht, dass Du dort glücklicher wirst? Darf ich so egoistisch sein und verlangen, dass Du das Glück hier finden sollst? </p>
<p>Sobald sich meine Augen wieder öffnen, meine Gedanken zurück ins Hier und Jetzt geschleudert werden, Sonnenstrahlen mein Gesicht treffen, ich deinen Platz schön herrichte und den Stein auf dem dein Name steht in neuem Glanz erstrahlen lasse, wird mir bewusst, dass es egal ist, wo Du jetzt sein magst. Weil mein Herz darauf aufpasst, dass Du nicht in Vergessenheit gerätst.</p>
 <p><a href="http://www.hasencore.de/wordpress/?flattrss_redirect&amp;id=4652&amp;md5=d04261766d5faa6d5dfac048ccd081da" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.hasencore.de/wordpress/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Give me a ticket for an aeroplane</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 19:58:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Costella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Splitterwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Veränderungen. Sie sind dringend nötig, wenn Du feststellt, dass Du bloß noch neben deinem Leben her existierst. Deine sonst so bunten Zukunftsträume immer mehr verblassen und ein grauer Schleier sich über sie legt, so dass sie bald nicht mehr zu erkennen sind. Wenn Du nach Feierabend schon Magenkrämpfe bekommst, weil Du nur noch wenige Stunden<a class="right" href="http://www.hasencore.de/2011/09/25/give-me-a-ticket-for-an-aeroplane/"> <br/> ...Gib  mir den Rest...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hasencore.de/2011/09/25/give-me-a-ticket-for-an-aeroplane/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Veränderungen. Sie sind dringend nötig, wenn Du feststellt, dass Du bloß noch neben deinem Leben her existierst. Deine sonst so bunten Zukunftsträume immer mehr verblassen und ein grauer Schleier sich über sie legt, so dass sie bald nicht mehr zu erkennen sind. Wenn Du nach Feierabend schon Magenkrämpfe bekommst, weil Du nur noch wenige Stunden vom nächsten Alltag entfernt bist. Wenn Du nur noch funktionierst anstatt zu leben. Wenn die Firma, in der Du deinen Herzblutjob erledigst, dir deine Energie und Kreativität, deine eigentliche Luft zum atmen raubt. Wenn dir die Top-5 Methoden sich umzubringen in 3 Sekunden einfallen, die Top-5 Gründe es nicht zu tun, aber nicht. Wenn Du im Traum plötzlich auf deiner eigenen Beerdigung stehst und niemand ausser deinem eigenen Schatten da ist, um sich an dich zu erinnern. Wenn Du dich selbst nicht mehr wieder erkennst. Wenn Du dich fragst, ob es überhaupt auffallen würde, wenn Du verschwindest. </p>
<p>Die Zweifel an meinem scheinbar glücklichen Dasein kamen in den vergangenen Monaten immer wieder mal auf, aber ich habe sie zur Seite geschoben, ignoriert und mit einem &#8220;Es wird schon wieder besser&#8221;-Pflaster überklebt. Dessen Haftung nun aber so gut wie hinüber ist und es nur noch an einem kleinen Eckchen hängt. Wenn es fällt, bin ich, fürchte ich, verloren. Deshalb werde ich neue Dinge ausprobieren und vieles hinter mir lassen, neue Haftung, neuen Halt und neuen Boden unter den Füßen finden. Wohin es mich bei der Suche auch immer verschlägt, ich hoffe es ist weit weg vom jetzigen Zustand. </p>
<p><em>Gonna rise up, turning mistakes into gold.</em></p>
 <p><a href="http://www.hasencore.de/wordpress/?flattrss_redirect&amp;id=4607&amp;md5=8bf9b2da6a45065df808be6b22c45300" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.hasencore.de/wordpress/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zurück auf die Autobahn</title>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 08:14:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Splitterwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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		<description><![CDATA[Ruhig war es geworden um mich, soziale Abgrenzung oder einfach nur mal wieder was mit richtigen Menschen machen. Mal nicht so ganz 100% Prozent Nerd sein. Facebook, Twitter, Blog einfach mal ein wenig ruhiger treten Kräfte sammeln. Hunderte Feeds jeden Tag lesen, dazu noch tausende an Tweets und Statusupdates. Nichts mehr mitbekommen und doch nichts verpassen. Vielleicht einfach mal das richtige Leben spüren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/thilokayser/5687086544/" title="Dont know me. by thilokayser, on Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5065/5687086544_6401916989_z.jpg" width="640" height="444" alt="5687086544 6401916989 z Zurück auf die Autobahn"  title="Zurück auf die Autobahn" /></a></p>
<p>Ruhig war es geworden um mich, soziale Abgrenzung oder einfach nur mal wieder was mit richtigen Menschen machen. Mal nicht so ganz 100% Prozent Nerd sein. Facebook, Twitter, Blog einfach mal ein wenig ruhiger treten Kräfte sammeln. Hunderte Feeds jeden Tag lesen, dazu noch tausende an Tweets und Statusupdates. Nichts mehr mitbekommen und doch nichts verpassen. Vielleicht einfach mal das richtige Leben spüren. Mal an nem Sonntag rumliegen und nichts machen, die Freundin kraulen und einfach nur offline glücklich sein während sie alle paar Minuten ihr iPhone in der Hand hat und gucken muss ob sie was verpasst hat. Mir war es kurzfristig mal wieder zuviel geworden. So viele Dinge im Kopf und einfach keine Zeit irgendwas mit euch zu teilen nun bin ich wieder aufgeladen. Mein iPhone klingelt und bimmelt im Takt meines Herzens. Wieder voll auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke des Web 2.0 Menschen unterwegs. Hab ich in meiner nicht aktiv im Netz Zeit irgendwas verpasst ? Ich glaube nicht. Das Leben geht auch ohne. Warum bin ich also wieder hier ? Ich weiß es auch nicht vielleicht brauche ich das selbstdarstellerische wieder in meinem Leben oder der Kaffee zeigt endlich wieder Wirkung bei mir. Vielleicht ist aber auch nur schlechtes Wetter und ich habe kein Bier hier.</p>
 <p><a href="http://www.hasencore.de/wordpress/?flattrss_redirect&amp;id=4031&amp;md5=46873d94f9ce76d7f5152ab764e8eb04" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.hasencore.de/wordpress/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Begegnung am Rande.</title>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2011 19:40:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Costella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Splitterwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
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		<category><![CDATA[Obdachlos]]></category>

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		<description><![CDATA[Feierabend &#8211; endlich. Auch wenn ich nur einen Bürojob habe, bin ich geschafft als hätte ich den ganzen Tag auf dem Bau gearbeitet. Aber nichts desto trotz mag ich meinen Beruf. Design &#38; Typografie, das kann ich, darin bin ich gut, darin gehe ich auf. Aber wenn wir ehrlich sind, ist der Großteil meiner Arbeit<a class="right" href="http://www.hasencore.de/2011/05/03/begegnung-rande/"> <br/> ...Gib  mir den Rest...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-3931" href="http://www.hasencore.de/2011/05/03/begegnung-rande/248050168_b03be8e721_z/"></a><a href="http://www.hasencore.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/05/248050168_b03be8e721_z.jpg" rel="lightbox[3930]"><img class="aligncenter size-full wp-image-3931" title="248050168_b03be8e721_z" src="http://www.hasencore.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/05/248050168_b03be8e721_z.jpg" alt="248050168 b03be8e721 z Begegnung am Rande." width="640" height="448" /></a></p>
<p>Feierabend &#8211; endlich. Auch wenn ich nur einen Bürojob habe, bin ich geschafft als hätte ich den ganzen Tag auf dem Bau gearbeitet. Aber nichts desto trotz mag ich meinen Beruf. Design &amp; Typografie, das kann ich, darin bin ich gut, darin gehe ich auf. Aber wenn wir ehrlich sind, ist der Großteil meiner Arbeit für die Tonne. Ich helfe kaum jemandem damit, wenn ich tolle Häuser hübsch im Layout arrangiere. Ich zeige neureichen Proleten wo ihre gottverdammten Probleme sind. Nämlich, dass sie völlig am Trend vorbei Leben, wenn sie nicht den neusten Ceranherd in ihrer Küche haben, den sie eh kaum nutzen weil sie sich viel lieber in piekfeinen Restaurants bekochen lassen. Oder unmöglich Parties schmeißen können, wenn sie nicht ihre Wohnräume in diesen und jenen Farben gestalten. Alles was dem angesagten Trend nicht entspricht ist nicht tragbar, ja gar eine Zumutung. Um nicht zu sagen eine große Blamage, über die die gehobene Gesellschaft die Nase rümpfen und den Gastgeber als geschmacklos einstufen kann.</p>
<p>Ja, es ist wieder einer dieser Tage, an dem ich acht Stunden lang schöne Bilder von noch schöneren Häusern und Wohnmöglichkeiten gestalte, womit man dann bei seinen Freunden und Bekannten angeben und sich für ein klein bisschen besser halten kann, sofern man denn die nötigen Summen für die Einrichtung auf dem Bankkonto hat. Aber, der Tag ist ja geschafft, und sobald ich aus dem Büro raus bin, versuche ich abzuschalten. Auf dem Bahnsteig angekommen, rolle ich allerdings erst einmal die Augen: Die Anzeigetafel präsentiert mir eine Verspätung von 30 Minuten. Ich bin genervt wie alle anderen am Gleis, denn genau wie sie habe auch ich nur noch das Ziel, schnellstmöglich nach Hause zu kommen und und die letzten Stunden des Tages so gut wie es geht zu genießen.</p>
<p>Und so warte ich geduldig mit Musik auf den Ohren als ich einen älteren Herren mit einem Bündel Obdachlosenzeitungen am Bahnsteig entlang gehen sehe. Er fragt die Wartenden nach einer kleinen Spende und bietet ein Exemplar der Zeitung an. Die Reaktionen sind meist alle gleich. Sobald er gesichtet wird, gehen die Blicke in alle Richtungen: auf den Boden, auf&#8217;s Handy, in den Himmel oder es muss schnell in der Tasche gekramt werden, damit man beschäftigt aussieht und nicht angesprochen wird. Die Rücken werden ihm zukehrt sobald er näher kommt und er wird ein ums andere Mal mit verächtlichen, meist aber keines Blickes gewürdigt. Wenn ich mir ihn so ansehe, recht dürr, mit schütterem Haar aber einem Lächeln im Gesicht, obwohl er ignoriert und abgewiesen wird, frage ich mich, was er wohl heute alles erlebt hat, während ich Layouts mit Traumhäusern zusammen geschustert habe.</p>
<p><span id="more-3930"></span></p>
<p>Als er in meine Richtung kommt, nehme ich meine Kopfhörer ab, und krame in meine Jackentasche nach Kleingeld. Er spricht mich freundlich an, ob ich eine kleine Spende für ihn übrig hätte oder ihm eine seiner Zeitungen abkaufen möchte. Während ich sämtliche meiner Taschen nach Taschengold absuche, frage ich ihn, wie es ihm geht und ob er den schönen Tag genießen konnte. Er bejaht und sagt etwas erstaunt, dass ihn das bisher nie jemand gefragt hat, seit er versucht, seine Zeitungen an den Mann zu bringen. Wir kommen ins Gespräch und die Menschen um mich herum, schauen skeptisch, verdutzt und so herablassend sie nur können. Ich, rausgeputzt in meiner feinsten Bürokluft und er in einem dünnen, dreckigen Mantel, einem Anglerhut, und zertretenen Chucks. (Warum sollten sich zwei Menschen aus so unterschiedlichen Schichten miteinander unterhalten? Da stimmt sicher was nicht.)</p>
<p>Er erzählt mir, dass er den Tag am Rhein verbracht hat und sich glücklich schätzt, zwei gesunde Beine zu haben, die ihn seit über 50 Jahren treu durch&#8217;s Leben tragen, und solange keine höhere Macht andere Pläne mit ihm vor hat, wird er auch aus jedem weiteren Tag das Beste machen. Er erzählt, dass es nicht leicht ist, von den Menschen ignoriert zu werden, aber das er früher nicht besser war und das er ihnen diese Reaktion nicht verübelt.</p>
<p>Als mein Zug am Gleis einfährt, zücke ich mein Notizbüchlein, schreibe so leserlich es geht die Zeilen &#8220;Wer hat gesagt, dass man nur reich ist, wenn man Geld hat und Erfolg*?&#8221; und werfe den Zettel samt meinem ganzen Kleingeld in seinen kleinen Spenden-Kaffeebecher. Er bedankt sich und ich verabschiede mich. Als ich mich im Zug nochmal nach ihm umdrehe, hält er den Zettel in der Hand, lächelt, zieht seinen Hut und verbeugt sich in meine Richtung.</p>
<p>&#8220;Ohje, den sind sie ja auch kaum losgeworden, was?&#8221; fragt mich anschließend eine Frau im Zug.<br />
&#8220;Um ehrlich zu sein, gute Frau, hatte ich mit dem Herren das netteste Gespräch des Tages.&#8221;</p>
<p><em>*Zitat aus dem Song &#8220;Mensch&#8221; von <a href="http://www.facebook.com/smurf4what">Smurf</a>.</em></p>
 <p><a href="http://www.hasencore.de/wordpress/?flattrss_redirect&amp;id=3930&amp;md5=2f8800dd2c17d889428b55e241c7bf71" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.hasencore.de/wordpress/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Abschalten.</title>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 12:41:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Costella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Splitterwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Abschalten]]></category>
		<category><![CDATA[Entkommen]]></category>
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		<description><![CDATA[05:53 Uhr. Der Wecker klingelt. Sich in einen akzeptablen Wachheitsstatus bis 6:15 Uhr snoozen. Aufstehen, anziehen, Frühstücken, für den Tag fertig machen. Zwischendurch den Rechner anschmeißen, die neusten Meldungen einholen, Tweets checken, FB Nachrichten beantworten, Neuigkeiten der Freunde verfolgen, E-Mails checken. 7:55 Uhr. Das Haus mit Musik auf den Ohren verlassend die Reise zur Arbeitsstätte<a class="right" href="http://www.hasencore.de/2011/05/01/abschalten/"> <br/> ...Gib  mir den Rest...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-3893" href="http://www.hasencore.de/2011/05/01/abschalten/bild-9-3/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3893" title="Bild 9" src="http://www.hasencore.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/05/Bild-91.jpg" alt="Bild 91 Abschalten." width="640" height="425" /></a></p>
<p><strong>05:53 Uhr.</strong> Der Wecker klingelt. Sich in einen akzeptablen Wachheitsstatus bis 6:15 Uhr snoozen. Aufstehen, anziehen, Frühstücken, für den Tag fertig machen. Zwischendurch den Rechner anschmeißen, die neusten Meldungen einholen, Tweets checken, FB Nachrichten beantworten, Neuigkeiten der Freunde verfolgen, E-Mails checken.</p>
<p><strong>7:55 Uhr.</strong> Das Haus mit Musik auf den Ohren verlassend die Reise zur Arbeitsstätte antreten. Zwischendrin immer wieder der Blick auf&#8217;s iPhone. Tweets checken, FB Status updaten, den Tagesablauf der Freunde durchscrollen.</p>
<p><strong>8:50 Uhr.</strong> Ankunft auf der Arbeit. Den ganzen Tag bastel ich Zeitschriftenlayouts zusammen, und immer wieder schweift mein Blick aus dem Fenster auf das Nebengebäude. Ob dort jemand sitzt, dem es ähnlich geht? Ach eigentlich auch egal, schnell einen Tweet in die Welt schicken und gefühlte 80 Rückmeldungen erhalten, von im Grunde wildfremden Menschen, die jetzt auch lieber woanders wären. <span id="more-3890"></span></p>
<p><strong>12:30 Uhr.</strong> Mittagspause. In dem Gebiet in dem ich arbeite, gibt es ausser einer Menge Industrielandschaft herzlich wenig. Einen kleinen, wenig liebhaft angelegten Park, in dem ich mir etwa eine halbe Stunde lang die Füße vertrete und die verbrauchte Büroluft wieder durch frische in meinen Lungen austausche. Durchatmen und immer wieder der Blick auf mobile Endgerät. Twitter, Facebook, E-Mails checken, in der einen freien Stunde bloß nichts verpassen.</p>
<p><strong>13:30 Uhr bis 18:00 Uhr.</strong> Weiter dem beruflichen Alltag nachgehen. Mal mit mehr und mal mit weniger Lust, mal hektisch und stressig, mal entspannt und mit aller Zeit der Welt. Und zwischendrin: Sich die neusten Infos aus den bekannten Netzwerken ziehen. Unbegründete &#8220;Angst&#8221; haben, irgendwas spannendes könnte einem entgehen.</p>
<p><strong>19:15 Uhr. </strong>Wieder zuhause ankommen und sich natürlich als erstes davon überzeugen, dass man in der einen Stunde, die man von der Arbeit bis nachhause gebraucht und mit dem Tagesablauf von Gott und der Welt via Handy verbracht hat, nichts neues, besseres, tolleres passiert ist. Also Rechner an, E-Mails checken, die Twitter Timeline zurück verfolgen und sämtliche, nervigen Facebook Meldungen ignorieren.</p>
<p>Und das ganze von Montag bis Freitag. Die völlige Mitteilungs-Reizüberflutung.</p>
<p>Mittlerweile bin ich an dem Punkt angelangt, wo mir diese ständige Erreichbarkeit gehörig auf die Nerven geht. Das Haus verlassen, ohne das Handy? Unmöglich. Es könnte ja was passieren. Es könnte ja sein, dass man dringend erreichbar sein muss. Es könnte. Es muss aber nicht. Und versucht dich jemand zu erreichen, während Du einfach nur mal deine Ruhe willst, wird direkt das schlimmste angenommen. &#8220;…irgendwas muss da passiert sein, sonst wäre sie ja ans Telefon gegangen.&#8221;</p>
<p>Vor lauter &#8220;Das Leben der anderen&#8221; verfolgen, vergessen, dass man diese ganze Zeit eigentlich auch nutzen könnte, um selber mehr zu erleben. Die Augen weit aufmachen und sehen was um einen herum wirklich geschieht. Ohne ein &#8220;Schaut nur, was ich nun wieder tolles anstelle und jetzt beneidet mich gefälligst dafür, damit mein inneres Selbstwertgefühl nicht verloren geht, weil ich eigentlich auch nicht anderes als alle anderen Menschen bin&#8221;. Von diesen &#8220;Zwängen&#8221; will ich mich für eine Weile befreien. Und mir selbst beweisen, dass ich auch ohne all das gut leben kann. Mein eigenes <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Into_the_Wild">Alaska-Abenteuer</a> starten (im übertragenen Sinne). Die Welt wieder mit eigenen Augen genießen, Farben sehen, die auf jedem trotz so brilliantem Display verfälscht werden und wieder ohne den Druck leben müssen, aller Welt laut und breit zu erklären, was ich grade tolles mache.</p>
<p>Von daher besinne ich mich nun wieder auf die analoge, alte Welt. Blogeinträge wird es natürlich weiterhin geben, jedoch von nun an vermehrt wieder erst in handschriftlicher Form verfasst und später abgetippt. Und wenn ich jemandem wirklich etwas schönes mitteilen möchte, schreibe ich einen Oldschool Brief. Auf diesem totgesagten Papier. Das man fest in den Händen halten kann, das man zerknüllen kann, das man verbrennen kann, das man sicher aufbewahren und in Ehren halten kann. Diese Abstinenz werde ich nun für einen Monat testen. Keine Tweets, keine Status-Updates, und so wenig Telefonate und SMS wie möglich. </p>
<p>Für weniger persönlichen, hippen, gesellschaftlichen und neumodischen Technik-Zwang. Für mehr intensives Leben.</p>
<p><em>(Dieser Beitrag soll keinesfalls eine allgemeine Verteufelung von sozialen Netzwerken oder den heutigen Vernetzungsmöglichkeiten sein. Er ist bloß eine persönliche Meinung)</em></p>
 <p><a href="http://www.hasencore.de/wordpress/?flattrss_redirect&amp;id=3890&amp;md5=603835e54fa664b4a5b86ade13c3344c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.hasencore.de/wordpress/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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