Ruhig war es geworden um mich, soziale Abgrenzung oder einfach nur mal wieder was mit richtigen Menschen machen. Mal nicht so ganz 100% Prozent Nerd sein. Facebook, Twitter, Blog einfach mal ein wenig ruhiger treten Kräfte sammeln. Hunderte Feeds jeden Tag lesen, dazu noch tausende an Tweets und Statusupdates. Nichts mehr mitbekommen und doch nichts verpassen. Vielleicht einfach mal das richtige Leben spüren. Mal an nem Sonntag rumliegen und nichts machen, die Freundin kraulen und einfach nur offline glücklich sein während sie alle paar Minuten ihr iPhone in der Hand hat und gucken muss ob sie was verpasst hat. Mir war es kurzfristig mal wieder zuviel geworden. So viele Dinge im Kopf und einfach keine Zeit irgendwas mit euch zu teilen nun bin ich wieder aufgeladen. Mein iPhone klingelt und bimmelt im Takt meines Herzens. Wieder voll auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke des Web 2.0 Menschen unterwegs. Hab ich in meiner nicht aktiv im Netz Zeit irgendwas verpasst ? Ich glaube nicht. Das Leben geht auch ohne. Warum bin ich also wieder hier ? Ich weiß es auch nicht vielleicht brauche ich das selbstdarstellerische wieder in meinem Leben oder der Kaffee zeigt endlich wieder Wirkung bei mir. Vielleicht ist aber auch nur schlechtes Wetter und ich habe kein Bier hier.
And the Winners are…
Das Gewinnspiel zum Album “Mehr davon” von Smurf ist vorbei und er hat auch schon die Gewinner ausgewählt. Zuerst aber erstmal ein fettes Danke an alle die Mitgemacht haben. Mit solchen langen Reimen, teilweise sogar ganzen Liedstrophen, haben wir überhaupt nicht gerechnet. Also mal ganz dick auf eure eigene Schulter klopfen!!
Und jetzt kommen wir direkt zur Siegerehrung (Reihenfolge ist zufällig):
- Der erste Kommentar der gewonnen hat kommt von Anna:
Verbogen durch die Listen gucken,
verloren hier und da aufmucken,
man lernt nicht aus, man lernt nur mehr,
auf einmal kommt da ein Smurf-Album her.
Ich denk mir “Wooow” , was geht denn jetzt,
Weihnachten? Silvester? Bissl verschätzt.
Ich schau noch mal hin, “Oh, das ja von Hasencore”
und da war nix mehr wie zuvor.
Wenn ich anfang, dann ists zu spät,
verliere bei so manchem Rhyme die Realität und
laber viel zu viel hier heraus, deswegen hör ich jetzt lieber auf.
( Die CD zu gewinnen wäre der Hit, deswegen machte ich hier einfach mit! )
!
- Der zweite Kommentar den Smurf ausgewählt hat kommt von Maxim:
Smurf ist der König an seinem Mic so wie Prinz Pi
Du willst so sein wie Peter doch du gewinnst nie
Ihr verdient sein Album nicht also Schlagt es euch aus dem Kopf
Was würdet ihr denn sagen wenn bei euch der Peter anklopft?
Ihr würdet euch nur noch vor Angst in die Hose pissen
Als ich gesehn hab was ihr so schreibt hats mich fast verissen
Ich musste Lachen denn so gewinnt man keine Cd
Wenn du hier keine Rhyms bringst steh lieber auf und geh
Und egal was passiert Smurf ich hol mir dein Album
Dir ist schon so viel Scheiss passiert doch du bewahrst jetzt immer noch die HAltung
- Und last but not least der Kommentar vom Splifftherapist:
montag morgen, ich gammel auffe maloche rum/
der magen flau und die rübe blau/
blau? yeeeeaaaah wie ein schlumpf/
scheiß auf maloche, dreh den swagg auf – smurf is trumpf!/
schließ die augen u beginn zum beat zu nicken/
für die paar zeilen muss derT mir die scheibe schicken/
denkt ruhig blabla toy, poser, opfer und arrogant/
doch ihr habt kein swagga und sammelt flaschenpfand/
mit ein paar zeilen hab ich euch alle gekillt/
darauf bin ich wie obamas navy seals gedrillt/
wisst ihr was, spart euch euren geistigen brei/
von den cds bekomm ich eh alle drei/
ne zweite strophe brauch ich nich/
ich bin so dope, lieber chille ich/
tune in! abriss! das is der neu wurm im ohr/
proudly presented bei hasencore/
Euch drei nochmals herzlichen Glückwunsch!! Die Alben gehen in den nächsten paar Tagen an euch raus!!
AndOnez – Fragezeichen
Wenn wir nicht aufpassen, könnte es sein das Hasencore bald zu einem Deutsch Rap Blog wird (das Gewinnspiel mit Smurf für seine Alben läuft im übrigen noch). Gestern saß ich mit dem T in der Kantine der Mensa zu Köln und sprach ihn darauf an das ich eine E-Mail bekommen hätte wo jemand einen Pressetext mit Youtube Video zu einen Freiburger Rapper namens AndOnez erwähnte. T konnte zu diesem Zeitpunkt damit jedoch nichts damit anfangen und ich hatte Dank dem Atomschutzbunker aka Unimensa auch kein vernüftiges Netz um mir dieses doch recht gelungenes Video anzuschauen.
Was soll ich dazu sagen ? Nunja ich find die Stimme von AndOnez nicht so dolle aber die Message des Liedes kommt rüber von daher sag ich: “Daumen Hoch”. Und für den Rest der Leute hier noch den Pressetext zu dem Video von oben.
Wer kennt das nicht: Man richtet sich für die abendliche Hip Hop Party, dreht ordentlich den Swag auf…
Und landet in einem Club mit dem natürlichen Charme einer Bahnhofstoilette, inmitten von Menschen
die den Competition-Gedanken gerne auf jede nur erdenkliche Lebenssituation übertragen.
Dieses Szenario beschreibt der Freiburger Rapper AndOnez in seinem neuen Video „Fragezeichen“ :
Der Song stellt die unsäglichen Zustände auf deutschen Hip Hop Partys dar, wobei der Hörer selbst entscheiden muss,
wo die Grenze zwischen Realität und beißendem Sarkasmus zu ziehen ist.
Ähnlichkeiten mit Erlebnissen auf Hip Hop Partys im echten Leben sind rein zufällig!
Produziert wurde der Song vom Newcomer-Produzenten Armstrong, die visuelle Umsetzung besorgte Technokrat Images in schicker HD Qualität.
PS: Ich würde mich freuen wenn wir noch ein wenig mehr von der Promoabteilung bekommen würden… Adresse findet ihr ja im Impressum.
Und nun gute Nacht.
Analoge Fotografie

Ich habe es endlich mal geschafft zeitnah ein paar Filme entwickeln zu lassen und möchte euch diese natürlich nicht vorenthalten. Die Fotos sind mit einer Nikon F65
mit abgelaufenen ISO 200 Filmen von 2008 entstanden. Interessant ist, dass einige Bilder doch sehr grünstichig sind, dass liegt aber wohl wahrscheinlich an den abgelaufenen Filmen
. Wenn ich es noch schaffe werde ich die Tage auch noch meine Bilder von meiner Lomo Smena nachreichen.

Summertune
Läuft seit gestern abend bei mir auf Dauerrepeat, während ich hier sitze und auf die Sonne warte.
Begegnung am Rande.
Feierabend – endlich. Auch wenn ich nur einen Bürojob habe, bin ich geschafft als hätte ich den ganzen Tag auf dem Bau gearbeitet. Aber nichts desto trotz mag ich meinen Beruf. Design & Typografie, das kann ich, darin bin ich gut, darin gehe ich auf. Aber wenn wir ehrlich sind, ist der Großteil meiner Arbeit für die Tonne. Ich helfe kaum jemandem damit, wenn ich tolle Häuser hübsch im Layout arrangiere. Ich zeige neureichen Proleten wo ihre gottverdammten Probleme sind. Nämlich, dass sie völlig am Trend vorbei Leben, wenn sie nicht den neusten Ceranherd in ihrer Küche haben, den sie eh kaum nutzen weil sie sich viel lieber in piekfeinen Restaurants bekochen lassen. Oder unmöglich Parties schmeißen können, wenn sie nicht ihre Wohnräume in diesen und jenen Farben gestalten. Alles was dem angesagten Trend nicht entspricht ist nicht tragbar, ja gar eine Zumutung. Um nicht zu sagen eine große Blamage, über die die gehobene Gesellschaft die Nase rümpfen und den Gastgeber als geschmacklos einstufen kann.
Ja, es ist wieder einer dieser Tage, an dem ich acht Stunden lang schöne Bilder von noch schöneren Häusern und Wohnmöglichkeiten gestalte, womit man dann bei seinen Freunden und Bekannten angeben und sich für ein klein bisschen besser halten kann, sofern man denn die nötigen Summen für die Einrichtung auf dem Bankkonto hat. Aber, der Tag ist ja geschafft, und sobald ich aus dem Büro raus bin, versuche ich abzuschalten. Auf dem Bahnsteig angekommen, rolle ich allerdings erst einmal die Augen: Die Anzeigetafel präsentiert mir eine Verspätung von 30 Minuten. Ich bin genervt wie alle anderen am Gleis, denn genau wie sie habe auch ich nur noch das Ziel, schnellstmöglich nach Hause zu kommen und und die letzten Stunden des Tages so gut wie es geht zu genießen.
Und so warte ich geduldig mit Musik auf den Ohren als ich einen älteren Herren mit einem Bündel Obdachlosenzeitungen am Bahnsteig entlang gehen sehe. Er fragt die Wartenden nach einer kleinen Spende und bietet ein Exemplar der Zeitung an. Die Reaktionen sind meist alle gleich. Sobald er gesichtet wird, gehen die Blicke in alle Richtungen: auf den Boden, auf’s Handy, in den Himmel oder es muss schnell in der Tasche gekramt werden, damit man beschäftigt aussieht und nicht angesprochen wird. Die Rücken werden ihm zukehrt sobald er näher kommt und er wird ein ums andere Mal mit verächtlichen, meist aber keines Blickes gewürdigt. Wenn ich mir ihn so ansehe, recht dürr, mit schütterem Haar aber einem Lächeln im Gesicht, obwohl er ignoriert und abgewiesen wird, frage ich mich, was er wohl heute alles erlebt hat, während ich Layouts mit Traumhäusern zusammen geschustert habe.





































