Leben 1

1267542337723l Leben 1

Ich schaue mich in meinen bescheidenen 4 Wänden um und stelle fest dass es mir gut geht. Ich besitze nicht viel. Mehr als Mancher, weniger als die meisten Leute meines Alters, Bildungsgrades und sozialer Herkunft . Ich lebe von der Hand in den Mund, arbeite viel und verdiene wenig. Meine wertvollsten materiellen Besitztümer sind Erinnerungsstücke, die in meiner (zugegeben recht unordentlichen) Wohnung herumfliegen.
Da wäre der tausendfach beschriftete Tisch den ich habe seit ich 8 bin, der kaputte Kuli den mein bester Freund mir vor einigen Jahren geschenkt hat und der mangels Funktionalität im Blumentopf steckt, das kaputte Röhrenradio, der geklaute Union Jack und vieles mehr.
Und das reicht mir. Ich würde all das niemals eintauschen gegen eine größere, moderne, teuer eingerichtet Wohnung.
Auch wenn ich penibel mit dem Geld planen muss, das ich mir hart erarbeite, und eigendlich immer viel zu wenig davon habe, so würde ich das (zur Zeit!) nicht eintauschen wollen gegen ein regelmäßiges hohes Einkommen, 2 Wochen All-inklusiv Urlaube in Nordafrika oder am Mittelmeer, und einen finanzierten Volvo.
Ich stehe auf dem Balkon, genieße den kühlen Wind in meinem Haar und das kalte Bier in meiner Hand. Die Sonne geht hinter dem Hochhaus gegenüber unter und bietet mir ein wunderschönes, kostenloses Schauspiel. Ich bin mir sicher, das sieht noch viel schöner aus wenn sie in Griechenland im Mittelmeer versinkt und man das ganze bei einem Glas Rose im Strandhaus beobachtet. Und wer weiß, vielleicht trampe ich im Sommer mal dahin um zu vergleichen.
Aber hier und heute brauche ich nicht mehr als ich habe um glücklich zu sein.
Und diesen Luxus kann ich mir auch mit sechsstelligem Jahreseinkommen nicht kaufen.

Reflektion über einen Krankheitstag

36953 105022279550784 100001290374260 33496 427389 n e1325761087670 Reflektion über einen Krankheitstag

“I don’t like the drugs, but the drugs like me“ Wie wahr. Das ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass meine erste Amtshandlung nach tagelanger Erkältung das Öffnen einer Flasche Becks und das anschließende Joint-Rollen ist. Vielleicht noch ‘ne Ladung Koks in den Kopf schießen, jetzt wo die Nebenhöhlen halbwegs frei sind?
Ich hab mir auch erst mal ‘n Glas guten Rioja gegönnt nur um festzustellen das ich von dem Scheiß eh nichts schmecke… Welch ärgerliche Verschwendung, ich habe fast ein wenig geweint.
Aber hey! Ich weiß es ja besser. Deswegen koche ich gleich ein wenig Wasser auf und pansche mir ‘nen Grog. Hauptsache ich verbringe den ersten Leidens freien Tag nicht nüchtern.
Peinlich so was. Ich hoffe das fällt noch unter jugendlichen Leichtsinn.
Darauf trinke ich! Auf den jugendlichen Leichtsinn!
Und wage es mir einer einzureden ich hätte ein Alkoholproblem….

Picture my day Day 8

Picture my day Day Nr. 8, dieses Mal veranstaltet von Moody. Und was mach ich hohle Nuss? Natürlich erstmal vergessen, dass ich Fotos schießen sollte. Mein Tag fängt daher erst gegen 3 an, nachdem der liebe Simon schon da war und mir den tollsten Grill aller Zeiten geschenkt hat (nochmal danke!) und wir den Raclette-Grill für zwei ausprobiert und der Völlerei gehuldigt haben. Daher gibt’s nur den zusammengebauten Grill und ein Foto vom dreckigen Raclette. Den Rest könnt ihr dann wieder angucken. Und by the way: Frohes Neues! Ich hoffe ihr seid schön reingerutscht, habt ne Menge geböllert und euch ausgiebig betrunken.

 

…and auld acquaintance will be forgot!

5321590542 0c4fe3ed81 z ...and auld acquaintance will be forgot!

Es gibt viele Partys die man im laufe eines Jahres besucht, veranstaltet oder crasht. Manche sind ganz gut, manche katastrophal. Wieder andere geben einem den Glauben daran zurück das man noch feiern kann wie in den guten alten Zeiten. An den gefühlten 100 Wochenenden die ein Jahr bereithält ist man auf der Suche nach den guten, richtigen wahrhaftigen Festen. Aber an keinem Abend ist die Planung so penibel und dennoch so fernab der Realität wie heute.
Silvester. Warum zur Hölle mache ich das jedes Jahr mit?
Jedes Jahr kaufe ich (für viel zu viel Geld, denn ich kaufe natürlich nicht Vortags im Supermarkt, sondern Abends um halb Acht in der Tankstelle) Alkohol ein, der entweder von Wildfremden getrunken wird oder mir zum Jahresende einen Leberschaden beschert. Und warum das ganze?
Ich bin wie jedes Jahr auf einer Feier, auf der alle den Jahreswechsel, sich selbst oder den Alkohol feiern. Was gibt’s denn dieses Jahr zu feiern? Einige tote Terroristen und Diktatoren, neue Gesetzte,
Katastrophen überall. Ist’s was besonderes? Eigentlich nicht. War letztes Jahr auch schon so. Na gut, nicht ganz so viele Umstürze und tote Diktatoren…aber im Großen und Ganzen war’s „the same procedure as every year“.
Was nicht heißen soll dass ich es scheiße fand. Für mich war’s ein Jahr wie jedes anderes. Privat viel Gutes und ebenso viel Schlechtes erlebt, und schlussendlich überlebt. Wie jedes Jahr.
Was feiern wir dann eigentlich? Das nächstes Jahr alles besser wird? Die Erfahrung lehrt uns eines Besseren. Es wird dann wohl doch wieder schlimmer. Wird’s ja irgendwie auch jedes Jahr. Umwelt am Arsch, Regierung im Arsch, Beziehungen im Arsch. Soll ich das etwa feiern? Die Aussicht darauf das alles beim Alten bleibt/ schlimmer wird/ genauso schlimm oder gut wird wie jedes Jahr?
Ich begreife es einfach nicht.
Das hindert mich aber (wie jedes Jahr) auch nicht daran, mich mit Freunden, Bekannten und Wildfremden auf einer Party mit einem Leberschaden für das Überleben des letzten Jahres zu belohnen (oder hektisch und fluchend meinen Alk zu suchen), dann mit denen einen „Auf gute Freunde“ zu gröhlen, mit den andern „Auld Lang Syne“ zu singen und anzustoßen.
Ich schätze ich feiere einfach gerne und irgendwie bin ich Traditionalist. Und mit „feiere“ mein ich „saufe“. Und mit „Traditionalist“ meine ich „gerne voll“.
In diesem Sinne: Euch allen ein „Happy New Year“ und sprengt euch nicht die Flossen weg. Ihr könntet sie nächstes Jahr noch brauchen.

Logbuch des Captains – 2. Tag

Die Freuden des Erwachsenwerdens halten sich zumeist in Grenzen. Nach der Leichtigkeit der Kindheit (die zu Großteilen aus Legoklötzen, Krieg spielen im Feld, und unbändige Liebe für Fernsehen und Videospiele besteht) folgt die Pubertät. Diese ist zumeist geprägt von Pickeln, Gepanschten Schnäpsen, Streit mit den Eltern und unbändiger Masturbation. Wenn man dann diese wilde Zeit hinter sich gebracht hat (der Eine mit 16 oder 17, der Andere ein Jahrzehnt später) beginnt man zumeist damit sich selber viel zu ernst zu nehmen, schlechte Partys zu besuchen und jeder Stil Welle gekonnt auszuweichen um sich ins „Überindividuelle“ (siehe Nerd Brillen, Disney T-Shirts, und Retro-Sneakers) zu stürzen. Irgendwie gerät man in ein Studium oder einen Beruf, man nimmt das nicht so Ernst und doch, eines Tages dann, wird man wach und stellt fest dass man Erwachsen ist. Schockierend.
Aber dann beginnen die Freuden des Erwachsen Seins. Man verlässt eine Party bevor sie endet, weil man am nächsten Tag grundlos fit sein will. Man beginnt Sport zu treiben, weil man nicht wie durch Zauberhand jedes Kilo verbrennt. Man freut sich über das geheimnisvolle Gehalt, welches jeden Monat aufs neue das Konto erreicht und manchmal sogar den Monat übersteht.
Ein Tag im Bett ist auf einmal nicht ein verschwendeter Tag, sondern das höchste der Gefühle.
Und gutes Essen ist nicht zwingend Burger, Pommes oder Döner.
Andererseits trinkt man ein Glas wein zu viel und leidet zwei ganze Tage darunter. Nach einer Nacht auf der Couch eines Freundes hat man eine ganze Woche Rückenschmerzen, und man Sorgt sich darum eines Tages die neueste Technik nicht mehr zu verstehen, so wie es die eigenen Eltern mittlerweile tun.
Es sind diese Erinnerungen, Erlebnisse und Vorahnungen die mich an einem Tag wie diesem nachdenklich stimmen. Nachdenklich und glücklich. Ich bin weiß Gott kein Teenager mehr. Aber auch wenn ich vom Saufen am Freitag Montag noch verklatscht bin und mein eigenes Bett über alles liebe, so schätze ich Junkfood doch viel zu sehr. Mein Konto macht mich in der Regel immer noch sehr traurig und mein Rücken tut schon seit je her ständig weh. Ich bin (in den Worten von Zach Braff) „Lost in the 20s“.
Und das am aller liebsten an einem Freitag Nachmittag, den ich mit meiner bezaubernden Freundin rauchend und essend im Bett verbringe.

Kühe unter Wasser

0 Kühe unter Wasser

Was sind das doch schöne Momente, in denen Mann feststellt dass man sich solche Werte immernoch auf die Fahne schreiben kann. “Oana von uns oarbeit nit für die Polizei”


Anzeige

Bilderbuch

© 2011 by Hasencore Some rights reserved.
Wir ♥ Wordpress, Bier, Kaffee, Kekse und Musik.