Vor 10 Jahren

Vor 10 Jahren habe ich mich wochenlang auf Weihnachten gefreut und heutzutage fällt mir am 23. auf, dass ich noch Geschenke kaufen muss. Ich freute mich auf die Abende mit der Familie, auf lange Gespräche und entspanntes Beisammensein. Heute versuche ich Freunde, Freundin, meine und ihre Familie gleichermaßen mit meiner total gestressten Anwesenheit zu beglücken. Früher ging ich Weihnachten in die Christmette, wohingegen ich heute am 24. um Mitternacht besoffen Haschkekse mit meinen Freunden nasche. Am 25. gab es bei uns zuhause morgens die Genschenke unter dem Baum und ich nervte meine Eltern schon ab 6 Uhr morgens damit, dass ich endlich nach Geschenken gucken möchte. Die letzten Jahre hingegen habe ich mich um 6 Uhr morgens pennen gelegt um es wenigstens Mittags zu meinen Eltern zu schaffen, dort Genschenke auszutauschen und den Nachmittag verkatert Liter um Liter Kaffee in meinen gepeinigten Körper zu schütten. Früher liebte ich die Weihnachtszeit mehr als die großen Ferien. Das ganze Jahr drehte sich nur darum. Ab November gab es kaum ein anderes Thema für mich und meine Schwester. Heutzutage freue ich mich darauf, dass irgendwann wieder Normalität einkehrt.
Aber aus irgendeinem mir nicht verständlichem Grund liebe ich es ja doch irgendwie, dieses ganze Weihnachts-Tamtam. Diesen Brass, dieses Kochen und Essen und Geld verprassen. Die Mixtur aus Saufen mit Freunden und Familie sehen (oder umgekehrt oder beides).Die ganze Liebe und den ganzen Streit. Es ist fantastisch und ich würde es um nichts in der Welt missen wollen. Ich bin mir sicher dass es sich, falls es den Weihnachtsmann gibt, um einen manipulativen, sadistischen aber liebevollen alten Mann handelt. In diesem Sinne,

Gutes gelingen im nächsten Jahr!

Über Wortkotze und Co.

Anhang 11 Über Wortkotze und Co.

Man was könnte ich mich grad wieder aufregen! Immer diese grenzdebilen Vollidioten die meinen irgendwem das Leben schwer machen zu müssen. Habe Mordlust. Aus Gründen.

Wie sich der eigene Hass doch auf Menschen konzentrieren kann, die man gar nicht kennt. Und vor allem nicht kennen will. Ich brauch grad mal echt irgendein Ventil um mich auszukotzen.

Gefunden. Wortkotze. Wortkotze ist toll. Wenn ich mich nicht von Zeit zu Zeit mal richtig über das auskotzen könnte was mich nervt, hätte ich wahrscheinlich innerhalb weniger Stunden mit einem Hirnaneurysma zu kämpfen. Da ich grad auf der Arbeit sitze und niemanden mit meinem kleinen Kopfpsycho belästigen kann, muss ich mich also hier auskotzen, um nicht irgendeinem unschuldigen Anrufer die Kehle durchs Telefon durchzubeißen.

Aber mal ehrlich, Leute die sich über Dinge aufregen die sie selber machen und vor allem noch um das tausendfache auf die Spitze treiben? Hackts?! Wenn man keine Probleme hat, macht man sich eben welche oder wie war das? Anderen Leuten das Leben zur Hölle machen, nur weil man selbst ein kleiner, mit Minderwertigkeitskomplexen behafteter Knallidiot ist, der sich vor lauter Mangel an Selbstakzeptanz daran aufgeilen muss, andere fertig zu machen? Manchmal wär ich echt gern ein Zwei-Meter-Mann mit Türsteher-Schrank-Maßen um solchen Leuten mal zu zeigen was ich von ihrer ach so tollen kleinen gestörten Mistwelt halte.

Naja, keine Selbstjustiz, bla bla. Man ey. Kanns nicht mehr Leute geben wie Costella? Die sich auch mal mit einem Penner unterhalten oder sich Sorgen um einen weinenden Fremden machen? Nein, stattdessen wachsen immer mehr Arschlöcher aus dem Boden. Mitten am Friesenplatz wird jemand zusammen geschlagen, während am gegenüberliegenden Bahngleis genug Menschen stehen, die einfach mal ihren blöden faulen Arsch rüber bewegen könnten um zu helfen. Davon gibt’s natürlich genug. Leute die draufhauen und die die daneben stehen, tun sich beide nicht viel.

Ich könnt das ganze hier grad zu einem riesen Grundsatzdiskussionsmonolog werden lassen, aber was ich eigentlich sagen will: Hört auf mit der Scheiße echt! Habt euch mal wieder lieb. Und wenn ihr wen nicht mögt dann halt nicht, bastelt von mir aus ne Vodoopuppe und verbrennt sie wenn ihr Spaß dran habt, schreibt Hasslieder, geht Paintball spielen um Aggressionen abzubauen oder what ever. Letzten Endes hat man doch nichts davon wenn man jemanden kategorisch fertig macht, höchstens ein paar Feinde und ein blaues Auge mehr.

Wortkotze und Pseudo-Weltverbesserung Ende.

 

Rausch und Zeit

Es gab Zeiten, da habe ich geschrieben. Ich nahm ein Blatt, einen Stift und alles was ich dachte ergoss sich über das Blatt, sowie ich es erdacht hatte.
Zu dieser Zeit nutzte ich die Stunden am Abend um Musik zu hören, und nicht nur im Hintergrund laufen zu lassen, vage wahrzunehmen und eine andere Tätigkeit begleiten zu lassen. Ich fühlte die Solos und erkannte mich selbst in den Lyrics. Besonders in den traurigen.
Heute sitze ich, mit wahnwitzigen Ideen darüber wie ich meiner „Kreativität“ mehr Ausdruck geben könnte im Sinn, Abends vor dem Computer. „Ich werde schreiben“ nehme ich mir dann vor.
Und dann ist es doch Facebook, dem ich meine Aufmerksamkeit schenke, und der Brief an den Versicherer, der schon gestern unterwegs sein sollte, die Dispo für den nächsten Arbeitstag und im besten Fall noch das Referat für die Uni.
Ich fühle mich dann wie ein Vierzehnjähriger, der verzweifelt versucht ein Liebesgedicht zu schreiben und sich dann ärgert, dass seine „Poesie“, die doch eigentlich Spiegel seiner ach so verletzten Seele sein sollte, sich ließt wie die Schularbeit eines viertklassigen Stümpers zum Muttertag.
Und in meiner Verzweiflung über die selbstgeschaffene Miesere, in der ich mich einmal wieder befinde, schustere ich dann irgendwann ebendiese Verzweiflung zu ein paar Zeilen zusammen und poste sieim Internet.
Endlich kann ich mich in meinen Stuhl zurücklehnen, ein Glas Wein trinken und mir denken: Es ist noch nicht zu spät, mein Guter.
Und dann beginnt das Spiel von Neuem.

Flashwichteln mit Kabelbrand

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Dank dem lieben Dennis war ich am Sonntag das erste Mal auf einem Wichtel-Flashmob. Kannte ich bisher noch nicht, war aber ziemlich lustig. Da ich eigentlich noch ein bisschen rumgekränkelt hab, war ich anfangs zwar nicht sonderlich motiviert mich spontan innerhalb von ner Stunde von der Couch zu erheben, ein Wichtelgeschenk zu suchen, mich aus meinen Gammelklamotten zu schälen und zur Bahn zu laufen, aber letzten Endes war ich dann doch sehr froh dass ich mich aufgerafft habe.

In Köln angekommen, stand ich erstmal hibbeligerweise mit Dennis am Friesenplatz, keiner von uns hatte einen genauen Plan was ihn erwartet. Kurz vor 4 sind wir dann endlich runter gegangen, unsere Wichtelgeschenke noch schön versteckt. Mein spontan ausgesuchtes Wichtelgeschenk war übrigens ein Google-Handysitzsack in quietschegrün von dem wir eh zwei rumliegen hatten und Dennis hat tatsächlich eine alte (funktionierende!) Polaroid-Kamera verschenkt. Unten angekommen, trudelten dann nach und nach immer mehr Menschen ein, die mehr oder weniger unauffällig in der Gegend rumstanden und auch nicht so recht zu wissen schienen was sie erwartet.

Um 4 gings dann endlich los und der sehnlich erwartete Kabelbrand-Hase betrat die Mitte vom Friesenplatz. Nachdem beim ersten Klingen alle nach vorne stürmten um ihre Geschenke loszuwerden, hieß es danach erstmal zurücktreten und die beiden Kleinsten vorlassen. Eins dieser kleinen Glückskinder hat tatsächlich einen Haribo-Adventskalender erwischt und mich dann doch ein bisschen neidisch gemacht. Danach klingelte die Glocke zum zweiten Mal und der ganze Rest stürmte wieder nach vorne. Wuselchaos von feinsten. Ich hab mir einfach das erstbeste Päckchen geschnappt das ich kriegen konnte, klein, viereckig und mit pinkem Geschenkpapier. Drin waren Oldtimers Scheepsknop Drops. Da die Verpackung holländisch war konnte ich zwar zuerst nicht wirklich was mit anfangen, tippte aber auf Lakritz und wurd nach dem Auspacken bestätigt. Seltsames Lakritz, aber Lakritz. Alles ein riesengroßes Spaß und viele glückliche „Ich-hab-Geschenke“-Gesichter.

Das ganze wurde von Kabelbrand organisiert, von denen ich bisher zwar noch nichts gehört hatte, die aber anscheinend ziemlich viel lustigen Kreativkram machen, mit dem ich mich unbedingt mal näher beschäftigen muss. Wenn ich mir das hier so angucke, muss ich vor allem dringenst mal zu einer Kabelbrand-Feierei gehen.

Fotos hab ich zwar selber keine gemacht, aber ihr könnt hier Fotos gucken wie’s ausgesehen hat, oder euch das Video anschauen.

Fazit: Nächstes Jahr geh ich definitiv wieder hin und der Vorsatz für mindestens eine Kabelbrand-Party 2012 ist auch gefasst.

 

I’m not here.

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Hauptbahnhof Köln. Täglich treffen hier hundert verschiedene Leben aufeinander, die einzelnen Schicksale ziehen spurlos an einander vorbei. Nur wenige dieser Begegnungen bleiben im Gedächtnis hängen. Zweimal täglich mittendrin in dem Trubel: Ein müde Costella, auf dem Weg zur Arbeit und zurück. Stets ausgerüstet mit Kopfhörern, die mich davon abhalten, aktiv am Leben der vorbeiziehenden Menge teilzunehmen. Sie schützen mich vor den Gesprächsfetzen und dem Bahnhofslärm, ich schotte mich lieber ab und will von dem bunten Treiben nur so wenig wie möglich mitbekommen. Ich habe nur ungern viele Menschen um mich herum und Musik allein lässt es mich ertragen, wenn ein Haufen verschiedener Persönlichkeiten an einem Ort aufeinanderprallt. Zu oft blieben Sätze in meinem Ohren hängen wie “Isch schwöre Altarr, labber nischt, isch hau dir auf die Fresse, Junge.” Primitives Großstadtgelaber, weil jeder der Größte, Coolste, und Schönste in seinem Umfeld sein will. Astreine Szenen aus dem RTL Nachmittagsprogramm – nur leider wirklich echt. Doch auch wenn ich mich bewusst aus dem Geschehen zurückziehe und die Aussenwelt akustisch ausblende, bleiben meine Augen für alles was um mich herum passiert weit geöffnet. So auch heute. Weiterlesen »

Wenn dein Macbook stirbt.

 

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cc Wenn dein Macbook stirbt. photo credit: @N00/84994761/" target="_blank">blakie

Es gibt im Leben eines Geeks nicht selten sehr unerfreuliche Dinge, doch ich habe nun den ultimativen Horror erlitten. Mein Macbook ist gestorben und will das Display nicht mehr beleuchten. Eigentlich kein Problem, da dies zu reparieren ist. Kostenfaktor zwischen 100-500 EUR, ouch das tut weh. Das viel schlimmere ist jedoch, dass ich mir nun ein Ersatzgerät geliehen habe. Ein Windows 7 Laptop. Es tut weh mit diesem Gerät zu arbeiten jeglicher Workflow ist anders und für mich als MacOSX Fanboy darüberhinaus ein wahrhafter Schmerz. Alle meinen geliebten Apfel + Irgendwas Shortcuts funktionieren nicht, es gibt keine gesten und die vielen kleinen denoch vorhandenen Unterschiede sind da.

Ich habe noch ein iPad jedoch nutze ich dieses nicht zum schreiben, weil es sich einfach falsch anfühlt. Das iPad ist ein Gerät zum konsumieren, das Macbook zum produzieren. Diese Tage auf diesem Gerät hier zeigen mir wieder einmal warum ich mich vor ca. 2 Jahren für ein Macbook entschieden habe.

Und nun suche ich eine Möglichkeit mir hier eine VM draufzumachen und das Windows 7 Laptop ein bischen macciger zu machen.


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