Wiedervereinigung, Hip Hop und noch mehr Zeug was niemand wissen will.
I’m a poor lonesome Cowboy
Mein bester Kumpel war zu Besuch. Wir rauchten ein paar Joints, und schliefen mangels Platz in einem Bett. Nachdem ich ihn im Halbschlaf mehrfach für meine Freundin hielt und versuchte mit ihm zu kuscheln schlief ich ein. Ich hatte einen Traum.
In diesem Traum ritt ich auf einem wunderschönen Schimmel durch die Wüste, hatte einen staubigen Mantel, ziemlich coole Stiefel und einen geilen Hut an und hielt nur an um coole Sprüche abzulassen oder Kaffee, Speck und Bohnen zu mir zu nehmen. Niemand schoß so schnell, keiner vertrug soviel Whisky, nirgend verstand sich jemand so gut darauf die bösen ab zu knallen, Nutten aufzureißen, beim Sonnenuntergang in den Westen zu reiten wie ich. Die Siedler liebten mich, die Indianer respektierten mich, die kriminellen Großrancher fürchteten mich. Ich war mit dem Präsidenten per du und trotzdem ein Mann des Volkes.
Doch dann zogen dunkle Wolken auf und bedeckten den strahlenden Horizont. Ich sah mich um und stellte fest dass alle Büffel tot und die Indianer vertrieben waren. Für jeden Typen den ich abknallte mußte ich einen Berg Formulare ausfüllen. Ich mußte mir nen 400€ Job holen, weil man mich nicht mehr aus purer Dankbarkeit für meine guten Taten bezahlte, und weil ich keine Versicherung hatte fielen mir die Zähne aus und ich bekam Darmkrebs wegen der Raucherei und der einseitigen Ernährung. Mein treues Pferd wurde gepfändet ebenso wie mein Colt und ehe ich mich versah streifte ich als Obdachloser durch die Städte die einst noch Wüste waren. Einzig der Whisky blieb mir und immer noch trinkt keiner ihn so schnell wie ich. Wenn ich Gitarre spielte hörten sie mir manchmal zu, aber wenn ich den Leuten meine Geschichte erzählte schlugen sie mich, lachten mich aus oder Spuckten mich an…
Als ich erwachte begriff ich dass Cowboy sein doch nicht so cool ist wie ich immer dachte…
Mehr brauche ich nicht mehr.

Wenn ich mit dem Ding jetzt noch telefonieren könnte, dann brauche ich wirklich nix mehr im Leben, auch toll wäre einfach wenn man ein Case fürs iPhone bastelt wo man einen Flaschenöffner und ein Feuerzeug einbaut. Aber wir wollen realistisch bleiben. Meine Weltherrschaft rückt mit diesen kleinen Helferlein immer näher.
Last Day Dream
Es braucht nicht zwingend viel um großartige Unterhaltung abzuliefern. Das Video von Chris Milk erzählt in grade mal 50 Sekunden die wichtigsten Stationen eines Lebens und das ohne großen Aufwand. Um so etwas zu realisieren benötigt es neben der Idee, bloß eine EOS 5D MarkII und ein Lensbaby Objektiv.
Aber nicht, dass man nun denkt, der Schöpfer des Videos begnügt sich damit nur mit einfachen Mitteln sehenswerte Sequenzen zu zaubern. Nein, der gute Mann hat auch ein fantastisches Johnny Cash Projekt ins Leben gerufen, dass man meiner Meinung nach mal gesehen haben muss!
Resumé Photocamp – So wars diesmal.
14 Photos gemacht, gefühlte halbe Stunde mit @stylespion gequatscht, Rückenschmerzen die meiste Zeit, kein Kaffee, 2 Session gesehen wovon nur eine interessant war. Hohe No-Show Quote (gefühlt).
Nächstes Jahr ohne mich. Mehr möchte ich darüber nicht mehr sagen…

