Manchmal wachst du morgens auf und alles ist anders. Du hast keine Lust mehr auf dein bisheriges Leben, deine Freunde und vorallem nicht mehr auf deinen Beruf. Die Sonne scheint, am Wetter kann es also nicht liegen.Wahrscheinlich liegt es an etwas anderem, du hast grundsätlich die Schnauze voll…Du merkst, dass der Beruf den du machst, der ist, den du nie machen wolltest.Der Himmel wird dunkel.Du stellst fest, dass dein Leben nur noch aus Arbeit, Saufen und der Fickerei besteht und fragst dich ob es das alles ist.
Wolltest du so leben oder lebst du einfach nur so?
In deiner Freizeit beschäftigst du dich mit “kreativem” Schrott, du fotografierst, malst, schreibst.Die Menschen, die behaupten deine Freunde oder Bekannten zu sein stellen dir regelmäßig die Frage: “Warum machst du das eigentlich nicht professionell?”Und du hast mal wieder keine Antwort darauf und flüchtest dich in Ausreden.Du merkst wie es mit dir selbst deswegen bergab geht, dein Körper kapituliert vor der Übermüdung der zwei Leben, dem Trinken und dauernden Raucherei.Es beginnt zu regnen.Du bastelst dir selbst deine kleine private Hölle namens Leben, findest keinen Gefallen mehr an Spaß, wirkst immer verbitterter und kehrst in dich selbst ein.
Deine Helden sind nicht Superman oder Spiderman sondern Gescheiterte wie Bukowski, Chandler oder ähnliche. Fight Club ist dein Lieblingsfilm.
Du bist mittlerweile selbst für dich zu einem deiner Helden geworden: Gescheitert, abseits der Maße, doch du willst sowieso nicht hin in die Mitte.
Du bist in deinem Leben selbst der traurige Hauptdarsteller geworden. Fuck it.
Es wird wieder hell, der Regen schwächt ab.
Es gibt selbst für dich hin und wieder Lichtblicke in deinem Leben, meist nur von kurzer Dauer aber immerhin Licht.
Die anderen sagen dir tue dieses Licht nicht gut, du würdest dadurch krank werden. – Dir ist es egal.
Es gab einmal etwas an das du geglaubt hast.
Doch der Sinn des Glaubens hat dich verlassen, doch Glaube an den Glauben ist immer geblieben.
Doch was ist ein Glaube ohne einen Sinn? – Nichts.
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