No Bjursta for you

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Lange habe ich mich nicht mehr zu Wort gemeldet, weil die Zeit einfach nicht dafür da war und weil ich gelangweilt war. Ich hatte keine Lust auf Blogs, Twitter und vor allem nicht auf Facebook. Fotografiert wurde auch nicht. Eigentlich habe ich die meiste Zeit auf der Arbeit verbracht und vorm Fernseher sowie vor den ungefähr zehn Konsolen die bei uns mittlerweile zuhause stehen. Die wenige Freizeit die ich hatte habe ich mit schlafen, essen und trinken verbracht.

Zu erzählen gibt es im Moment nicht wirklich was ausser, dass ich seit gestern einen leichten Hass auf Ikea habe. Wir wollten einen Esstisch sowie ein paar Stühle. Anscheind gibt es derzeit einen unheimlichen Bedarf an diesen Möbeln, denn die Stühle und der Tisch den ich haben wollte war nicht mehr da. OK, dann nehmen wir halt nur die Möbel für den Balkon mit und was ist los ? Gibbet erst wieder nächstes Jahr, weil Saisonware. Was hätte ich kotzen können. Statt Tisch haben wir nun einen neuen Couchtisch sowie 300.000 neue Küchenutensiellen. Tisch und Stühle wurden nun abschließend bei einen Internethändler bestellt, mal schauen ob diese dort wengistens lieferbar sind.

Smells like “what the fuck”

0 Smells like what the fuck

Wir schreiben das Jahr 1991. Ich stehe unmittelbar vor meinen Einschulung, habe noch keinen wirklich eigenen Geschmack und finde einfach das gut, was meine älteren Geschwister mir vorleben. Ich weiß es zu diesem Zeitpunkt einfach noch nicht besser. Und deshalb dauert es auch noch einige Jahre, bis meine Ohren für sich herausgefunden haben, was gut klingt und was für sie absolutes Ohrensausen verursacht.

Zu dieser Zeit erscheint ein Rockalbum, dass seines gleichen sucht. Nirvana schmeißen Nevermind auf den Markt und lösen mit ca. 50 Minuten Spielzeit einen musikalischen Machtwechsel in den Charts aus. 12 Tracks einer scheinbar unspektakulären Band aus Seattle, die mit ihrer Platte eine Stilrichtung aus den Angeln hebt und bis heute damit ungeschlagen ist.

Es dauert schlappe neun Jahre, bis mir klar wird, was da eigentlich passiert ist. Ich bin 14 und finde so langsam meinen eigenen Geschmack, stoße dabei durch einen Musiksender namens VIVA II auf Musik, die es vorher dank Plastik-Pop und dem “gut-finden-Gruppenzwang” kaum zu mir geschafft hat. Schrammelige Gitarren, wütender Gesang. Meine Eltern nannten es schlichtweg “Krach”, ich, den “Beginn eines neuen Lebensabschnittes”. Nevermind lehrte mich, dass es völlig ok ist, auf den Putz hauen zu wollen, zu rebellieren und mit seiner Meinung auch mal alleine da zu stehen. “I’m so ugly, that’s okay cause so are you”.

Um so grusliger ist nun für mich, dass sich nun 20 Jahre nach erscheinen der Platte, die Musikwelt mit Tributes des Albums auf den Markt schwemmt. Egal ob es das Spin Magazin oder der hierzulande bekanntere Musikexpess ist – aus allen Löchern kriechen Künstler aller Genres, die nun ihren Beitrag zum Verfall eines sicherlich überhypten, aber dennoch guten Albums, leisten.

Da sehe ich Mando Diao, Bonaparte, Selig, Scott Matthew, William Fitzsimmons, EMA, oder auch Thees Uhlmann, die sich die Ehre geben einen Track der Platte neu einzuspielen und ich frage mich: Ist das euer ernst?
Auf ihre Art sind diese Künstler ja sicherlich gut und schön, aber: Warum das Werk eines anderen verpfuschen? So ziemlich jeder Track klingt lächerlich und falsch.

Dies soll keine allgemeine Verteufelung von Coverversionen sein! Nirvana haben sich ebenfalls bei anderen Künstlern bedient (nicht zuletzt beim Großmeistern der Musik David Bowie und Leonard Cohen), Johnny Cash hat Hurt von den Nine-Inch-Nails wunderbar neu vertont, die Cardigans haben “Das Model” von Kraftwerk in ihrem Reportoire und die Leftover Cuties haben mir gezeigt, dass Songs von Lady Gaga in einer anderen Version durchaus in meinem Ohren gut klingen. (Um nur einige zu nennen und hier kein bodenloses Fass aufzumachen.)

Im Fall des Nevermind-Tributes jedoch hätte die Musikwelt auch ohne ganz gut weiter leben können. Ich meine, reicht es denn nicht, was ich aus Songs morgens unter der Dusche mache, wenn ich sie aus vollster Brust bis ans Ende meiner vier Wände gröhle? Dort, wo es niemand ausser mir mitbekommt?

Gin das war mein letztes Wort

Made by Hand / No 1 The Distiller from Made by Hand on Vimeo.

Ich liebe Gin, dieses Video ist fantastisch und macht mir gerade enorme Lust auf einen guten Gin auf Eis mit einem kleinen Schuss Tonicwater.

Pläne

Ihr faulen Hasencore-ler ihr!

Schon seit zwei Wochen nix Neues, irgendwer muss doch mal einschreiten. Damit ihr ein schlechtes Gewissen bekommt und eure Leser mal wieder standesgemäß unterhaltet, hier nun ein Überraschungsangriffs-Artikel von außerhalb.

Kein literarisches Meisterwerk, sondern spontan einfach mal ein paar Dinge, die ich in meinem Leben noch irgendwann machen/erleben/haben möchte und die mir grad so einfallen, damit hier mal wieder ein bisschen Leben reinkommt.

Hier also ein spontan Auszug aus meiner Wunsch-Erlebnis-Liste:

  • ein Wombat streicheln
  • einen Blumenladen besitzen
  • mit Fischen tauchen
  • eine eigene Süßigkeit erfinden
  • überkitschige Märchenhochzeit zelebrieren
  • eine Fress-Weltreise machen
  • nen Job finden wo ich glücklich bin
  • zu zweit in den Urlaub fahren
  • ein Haus haben
  • und ein dazugehöriges Haustier
  • auf dem Wobbelzeug laufen, wo man nur einsinkt wenn man stehen bleibt
  • meinen Schweinehund überwinden und ne Band gründen
  • nen Swimmingpool mit Popcorn füllen und reinspringen
  • mich irgendwann tatsächlich tot lachen
  • Fingerschnipsen lernen
  • Ein Gewächshaus haben
  • Eine Woche nicht schlafen und mal schauen was passiert
  • Ein Wochenende ohne Pause durchfeiern
  • Alle essbaren Tiere probieren
  • In ner Kugel nen Berg runterrollen oder darin übers Wasser laufen
  • Bodyflying
  • Ballon fahren
  • Rafting
  • Knutschen unterm Wasserfall
  • Nen Zeitungsartikel schreiben
  • Jason Statham und Will Smith treffen
  • Slacklining lernen
  • Eine Safaritour machen
  • Auf ner Riesenschaukel schaukeln
  • und möglichst viel Achterbahn fahren

Wenn ich irgendwann alt und schrumpelig bin, ist dann überall ein Häkchen hinter. Und hinter den ganzen anderen Sachen die ich sonst noch machen will, die mir aber so spontan nicht eingefallen sind.

So, ihr seid wieder dran, ich möchte unterhalten werden!

Verlierer

0 Verlierer

Es fing alles mit einer Schatzkarte im Kindergarten an, auf der ich mühevoll verzeichnete, wo ich die Schlumpf Figur – die ich am Tag zuvor geschenkt bekam und auf die alle anderen Kinder ziemlich scharf waren – vergraben hatte. Ich hatte sie an einem geheimen Ort versteckt, so geheim, dass ich sie nie wieder zu Gesicht bekam. Der Anfang einer lebenslang anhaltenden Odysee.

Denn in den 20 darauffolgenden Jahren blieb meine Verliererquote konstant hoch: Kleingeld, wichtige Unterlagen, Stifte, Ohrringe, Haarbändchen, Speicherkarten, Portmonees, diverse Schlüssel, Socken auf dem Weg von der Waschmaschine in den Trockner, Turnbeutel, Objektivdeckel, CDs, Klamotten, ganze Tascheninhalte, Bücher, der ein und andere rote Faden, Geduld, Lust, Freunde, mein Herz, Vertrauen, Gewicht, mein Glauben, Urteilsvermögen, meine Unschuld, Menschenverstand und ein Haufen Erinnerungen – allesamt wurden im Laufe meines Lebens irgendwann einmal vom Universum verschluckt.

Liest man diese Zeilen, scheint es ganz so, als sei bei mir kaum etwas sicher aufgehoben. Was einem lieb ist, legt man besser nicht mir in meine mehr oder eher weniger vertrauenswürdigen Hände.

Was mir allerdings nie abhanden kam, ist die Hoffnung. Darauf, dass alles irgendwann im Leben mal gut wird. Dass ich irgendwann meinen Platz im Leben finde und wirklich glücklich bin. Und sei es auch nur für einen kurzen Moment.

Sie marschieren wieder, die Zombies.

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Sie marschieren wieder, die Zombies.

Auch dieses Jahr ist es wieder soweit, am 4.09 um 14 Uhr treffen sich am Roncalliplatz in Köln mal wieder eine Horde Untote die ihren Weg durch unser allerliebstes Köln suchen, bevor dann nächstes Jahr wieder die blöden Karnevalisten die Stadt unsicher machen.

@N00/4538142767" target="_blank" style="margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;">4538142767 c465cbfde2 z Sie marschieren wieder, die Zombies.
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Persönlich finde ich den Zombiewalk super. Vor zwei Jahren war ich selbst dabei und hatte eine Menge Spaß mit Kunstblut und Theaterschminke, im Anschluss gab es noch ein kleines spontanes Grillfest mit günstigem Bier und leckeren Würstchen.

Aus gut informierten Quellen weiß ich das dieses Jahr auch der WDR da sein wird also auf auf ihr famegeilen Bitches lasst uns mal ein paar Menschenhirne in einer sonst recht hirnlosen Stadt verspeisen. Omnomnom.


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