Techno is’ mein Lieblingslied
Someone has left the building.
Das Netz, die Kurznachrichtendienste, die Blogs und die Meinungen beben gradezu um die Frage, wie man sich angesichts der jüngsten, zweifelsfrei schrecklichen Ereignisse zu verhalten hat. Es steht wohl ausser Frage, dass das, was an diesem Wochenende in Norwegen passiert ist, jede Vorstellungskraft sprengt und sprachlos, wütend und vor allem hilflos macht. Es ist mir nicht begreiflich, wie sich solch ein Hass in jemandem anstauen kann, dass er unschuldige Menschen dafür zur Rechenschaft zieht und ins Unglück stürzt. Was auch immer die Beweggründe für diese Tat waren, niemand mit einem kleinen Funken Verstand wird sie wohl je nachvollziehen können.
Eben so wenig, wie die Moralfrage, ob man es bedauern darf wenn sich eine prominente Frau systematisch und öffentlich zu Grunde richtet. Schließlich haben im Nachbarland viel mehr Menschen unfreiwillig ihr Leben gelassen, während man einer Frau Winehouse zusehen konnte, wie sie sich nach und nach selbst zerstörte. Darf man bei so zeitnah traurigen Ereignissen ernsthaft seine Trauer aufsplitten und auch einer Amy Winehouse gedenken?
Ehrlich gesagt, möchte ich allen, die sich diese Frage ernsthaft stellen kräftig auf die Finger hauen. Wenn schon mit Moralfragen um sich werfen, dann möge man sich bitte vorher eine extra Minute Zeit nehmen um darüber noch einmal genau Gedanken zu machen. Ist es nicht ebenso tragisch, dass man einer Person über einen langen Zeitraum quasi beim Sterben zusehen konnte und alle Welt sich darüber unterhielt, wie lange es wohl dauert bis sie die Radieschen von unten betrachtet?
Man kann den Tod von Menschen nicht vergleichen, völlig egal auf welche Weise er eingetreten ist. Das Ende des einen Lebens ist nie weniger schlimm, als das Ende eines anderen.
Alles für Umme…
Für alle Pixelschubser unter euch, die ständig auf der Suche nach Icons sind und eigentlich gar keine Zeit haben irgendwas nachzupixeln, den sei “The Noun Project” ans Herz gelegt. Hier bekommt man alles was man im Grafikeralltag braucht als Vektorgrafik zum Download.

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Ich steh auf kostenlosen Kram…
und weil wie schon dabei sind Fachspezifischen Kram zu verbreiten, hier und hier gibts im Sparabo kostenlose auf iPhone 4 optimierte Wallpaper, die eine Nummer stylischer sind als der ganze Einheitsbrei.


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Zu guter letzt noch etwas, dass ich bei der guten zimtstern.in sah:
Konzertfotograf Peter Wafzig bietet eine Bilddatenbank an, mit der es möglich ist seine Bilder ins Netz zu stellen und Kunden (oder auch nur Freunden) zugänglich zu machen. Auf jeden Fall mal einen Blick wert, für die unter euch, die nicht nur Hobbymäßig fotografieren und sich zudem noch etwas mit HTML/CSS/etc. auskennen.

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Nur in meinem Kopf?
Das Neuseeländische Bookcouncil, eine Non-Profit Organisation, die sich der Liebe zum Geschriebenen Wortgut verschrieben hat und seit den 70ern damit befasst ihre Landsleute zum lesen zu motivieren, hat sich mit dem kleinen Streifen etwas richtig hübsches einfallen lassen, um die Bevölkerung zum Lesen zu animieren. Und zwar eine Darstellung, wie Bücher ihre beinhalteten Geschichten zum Leben erwecken.
Wenn ich ein Buch lese und die Storyline mich so richtig in ihren Bann zieht, werden in meinem Kopf die Figuren und Orte lebendig. Mit jeder neuen Zeile nimmt das Geschriebene eine klare Form an, wie vermutlich jeder Leser sie sieht, und doch ist sie völlig einzigartig, weil es vermutlich niemand genau so sieht, wie ich mir die Wörter, Sätze und Beschreibungen vor meinem geistigen Auge ausmale. Das ist der Grund, warum Buchverfilmungen oft nicht die hohen Erwartungen treffen, wenn gelesene Geschichten für das breite Publikum aufbereitet werden (wenn man mal von Abänderungen der Story im Drehbuch absieht).
Bisher hat mich übrigens nur eine Geschichtenverfilmung so richtig überzeugt, wie die ursprünglich geschriebenen Seiten des Autors. Und das war die Leinwandversion von Stephen King’s Novelle “Die Leiche” (aus der Novellensammlung “Frühling Sommer Herbst und Tod”), die 1986 unter dem Namen Stand By Me – Das Geheimnis eines Sommers in die Kinos kam. Aber dies, sei nur am Rande erwähnt.
Heimliche Geliebte
Niemand kann sich davonfreisprechen, denn wir alle haben sie: die heimlichen Lieblingssongs, die man nicht so ohne weiteres bei Freunden als wirklich geliebtes Hörgut zugeben würde. Die Songs, die sich in versteckten Playlisten tummeln, und nur dann ausgegraben werden, wenn man alleine ist. Zu uncool, zu unhip, einfach zu trashig, zu mainstream, zu “Meine Güte, ist das dein ernst?”
Nachdem mir gestern eine Kiste mit alten Silberscheiben in die Hand gefallen ist (für die jüngeren Leser unter euch: Es handelt sich dabei um Com | pact Discs, die; kurz CD, engl. kompakte Scheibe), und beim durchschauen wieder eine Menge Erinnerungen hochkamen, oute ich nun ein paar meiner lange geheimgehaltenen Ohrwürmer:
Tom’s Diner
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Leben: +1.
Eine Katze hat 9 Leben – zumindest laut einem Sprichwort. Katzen finden wir ja auch alle irgendwie super. Sei es als Haustier, Katzenbaby-Gif (wie es auf den Fernseher springt und hinten runter fällt), Katzenzungen, Katzenaugen, Garfield, Catwoman, oder wenn man Alf heißt, die flauschigen Tiere auch gerne mit Käse überbacken. Ich kann mich gut mit den Wesen auf den samten Pfoten identifizieren und würde ich wiedergeboren, dann bitte nicht als Ameise, sondern als des Deutschen zweitliebstes Haustier.
Überträgt man das Sprichwort auf die soziale und Netzwelt, kann ich gut behaupten, schon längst eine Katze zu sein, die ihre 9 Leben in verschiedenen interaktiven wie realen Netzwerken auslebt. Freunde, Familie, Arbeit, Bekannte, Feinde, Hasencore, Twitter, Facebook, Flickr– damit sind meine 9, zumindest sozialen Leben vollkommen ausreichend gedeckt.
Und jetzt das: Google macht die große Welle (Ob noch jemand dieses Wortspiel nachvollziehen kann? Na, wer erinnert sich noch?) und haut uns Internetnutzern nun ein “+1″ um die Ohren. Das Einzige, dass ich als Single mit Plus 1 in Verbindung bringen möchte, sind echte, zwischenmenschliche Beziehungen. Aber das sei nur am Rande erwähnt. Viel besser als facebook soll es also sein, mit tolleren Funktionen aufwarten. Zum Beispiel Multivideochat. Von einer Art Stammtisch unter Bloggern ist bereits die Rede, bei der sich viele Leute via Kamera gegenseitig langweilen können. Für die einen ist dies bestimmt eine tolle Sache, aber ich bin der Meinung, dass ich mit Menschen lieber von Angesicht zu Angesicht rede, als sie stundenlang am Monitor zu betrachten.
Die Menge an Leuten in meiner Umgebung, die sich fast schon hysterisch freut “Ich bin ein early adopter und deswegen so unfassbar hip, besser addet ihr mich jetzt alle sofort und kommt in meinen Freundes”Kreis, nimmt erschreckend rasant zu.
“Plus einsen wird dem liken den Rang ablaufen”. Da sind sich die Stimmen aus der Netzwelt einig. Das haben ja schon irgendwelche hochrangigen Blogger prophezeit, also stapeln sich die Meinungen, die auch auf diesen Zug aufspringen wollen und heißen den neuen Multimediavernetzungswahn mit Mettbrötchen und Käseigeln willkommen. Besser kehren nun alle dem weißen f auf blauem Grund schnell den Rücken. Es soll einem schließlich niemand unterstellen können, man würde am neusten Trend vorbei leben.
Mein Fazit dazu: Es gibt Züge, auf die man aufspringen kann, es aber nicht muss. Und so ein Zug ist diese G+ Geschichte für mich. Wie oben bereits gesagt, sind meine 9 Multimedia Katzenleben bereits restlos aufgebraucht. Und wer braucht schon noch einen Account, mit dem man seine bereits auf alle anderen Netzwerke verteilten Freunde mit dem gleichen Kram nervt, den man auch in den anderen Plattformen postet? Ich jedenfalls nicht.


